Grenzen

Der Mensch ist begrenzt, begrenzt im Erfassen, im Fühlen, im Sehen und im Verstehen. Alle unsere Fähigkeiten, und seien sie noch so groß, kommen irgendwo an ihre Grenzen. Sie sind so unterschiedlich weit und eng wie es die Menschen sind. Für ein Kind gibt es andere Grenzen als für einen Erwachsenen. Und ein Kranker hat andere als ein Gesunder. Es gibt psychische, intellektuelle, körperliche Grenzen. Stoßen wir an unsere Grenzen, so kann das schmerzlich sein, und unser Selbstwertgefühl kann einige dicke Beulen abkriegen. Wer allzu oft seine eigenen Grenzen erlebt und die falsche Einstellung dazu hat (z.B. sie nicht wahrhaben will), wird darunter mehr leiden, als es die Sache letztlich wert ist. Man muß einfach lernen, mit ihnen zu leben.
Nicht jeder Mensch kann das leisten, was ein anderer Mensch zu tun vermag. Dies hat nichts mit dem individuellen Wert eines Menschen zu tun. Gott hat jeden einzelnen Menschen mit seinen Grenzen so gewollt, wie er ist. Wer nun aber seine persönlichen Grenzen ignoriert, lebt ein Leben mit viel Unzufriedenheit, Bitterkeit und Selbstüberschätzung.
Der Mensch muss zur Ruhe kommen. Auch gerade deshalb, weil Gott im Stillen wirkt. Man muss ehrlich und aufrichtig vor seinen Schöpfer treten. Wenn ich meine Grenzen erkenne und akzeptiere, helfen sie mir, mich so zu sehen, wie ich bin. Natürlich muss man dazu an seine Grenzen geführt werden. Das kann manche schmerzliche Erfahrung bringen, die mich Gott aber erleben lässt, damit ich einerseits meine Abhängigkeit von Gott spüre, gleichzeitig aber einen Blick für meine gottgegebenen Stärken bekomme.

mehr lesen

Was hat Trägheit mit Glauben zu tun?

Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich meine jetzige Frau kennenlernte. Schon beim ersten Mal war ich restlos in sie verliebt. Ich schreibfauler Mensch brachte es wirklich fertig, ihr jeden Tag einen Brief zu schreiben, eine Briefmarke aufzukleben und in den Kasten einzuwerfen. Das brachte ich über Monate hinweg fertig und nichts war mir zu anstrengend und kein Weg zu weit, um irgendwie diese Liebe zu ihr auszudrücken. War ich vielleicht verrückt? Manchmal dachte ich es schon selbst, aber irgendwie erinnerte es mich auch an eine andere Liebe, die schon seit Jahren in meinem Herzen brannte. Ich hatte Jesus Christus lieb gewonnen und war von ihm so fasziniert, dass ich stets für ihn arbeitete. Dabei musste ich natürlich darauf achten, dass ich nichts vernachlässigte – wie z.B. das Lernen für die Schule, den Beruf – aber gleichzeitig die übrige Zeit für ihn lebte. Es war immer wieder ein Kampf, andere haben mich für einen verrückten Fanatiker gehalten, aber ich fand es und finde es bis heute eine sehr schöne, frohmachende Sache, mit Jesus zu leben. So darf ich wissen, dass meine Zeit, für die ich vor Gott verantwortlich bin, nicht umsonst gelebt ist.
Von den Glaubenshelden im Alten Testament heißt es immer wieder, dass sie »alt und der Tage satt« starben – das ist ein erfülltes Leben gewesen!
Trägheit passt nicht zu gläubigen Menschen, die Jesus Christus als ihren Herrn haben. Glaube bedeutet: Ich bleibe aktiv für Gott, ich lasse mich einsetzen und von ihm meine Zeit festlegen und planen. Jesus Christus hilft uns bei unserer Zeitplanung, wenn wir ihn darum bitten.

mehr lesen

Gesunder Egoismus?

Variable Vergütung – so lautet einer der Trends, der sich in meiner Branche (dem Bankgewerbe) immer mehr durchsetzt. Der Kundenberater bekommt ein vergleichsweise schmales Grundgehalt, das er jedoch durch leistungsabhängige Provisionen deutlich verbessern kann. Unternehmensberater begründen diesen Trend mit dem »gesunden Egoismus« der Mitarbeiter. Die Argumentation klingt logisch: Das Streben nach möglichst hohen Einnahmen veranlasst die Mitarbeiter, Verkaufschancen konsequenter zu nutzen und damit eine stärkere Aktivität an den Tag zu legen. Davon profitiert der Berater, der seinen Verdienst durch gute Leistung verbessern kann – und natürlich die Bank, die sich durch dieses Instrument einen höheren Umsatz verspricht.
Tatsächlich: Der persönliche Egoismus scheint die stärkste Kraft in uns Menschen zu sein. Nichts motiviert uns mehr als das Streben nach unserem persönlichen Vorteil. Aber wenn wir ehrlich sind, stellen wir fest: Unser Egoismus führt häufig zu negativen Ergebnissen. Am Beispiel der Provisionen erlebe ich am Arbeitsplatz z.B. Neid und Missgunst unter Kollegen, zerstrittene Teams oder verärgerte Kunden (schließlich merkt der Käufer, wenn der Berater mehr die eigene Statistik als die optimale Kundenlösung im Blick hat).
Nein, Egoismus ist nicht gesund. Im Gegenteil: Er ist krank. Und es gibt niemanden, der nicht schon infiziert wäre. Doch genau darum kommt der Herr Jesus uns als Arzt entgegen. Er will uns heilen. Voraussetzung ist allerdings, dass wir unsere Ichsucht als Krankheit vor ihm erkennen. Wenn wir das in einem Gebet vor Gott aussprechen, kann er uns kurieren.

mehr lesen

Gott führt keine Warteliste

Das Leben meines Freundes hing an einem seidenen Faden. Barry litt an einer Krankheit, die unaufhaltsam seine Leber zerstörte. Medikamente konnten den raschen Zerfall dieses lebenswichtigen Organs nicht bremsen. Barry hatte nur noch eine Chance: eine neue Leber. Er kam auf die Warteliste für eine Organtransplantation. Je schlimmer sein Zustand wurde, desto weiter rückte er auf dieser Liste nach oben. Es war ein Wettlauf mit dem Tod. Barry siegte. Er lebt heute mit seiner neuen Leber. Er hatte seine Lage richtig eingeschätzt und begriffen, dass er ein Todeskandidat war; er hatte dem Urteil der Spezialisten Vertrauen geschenkt, dass nur diese eine, riskante Operation ihn retten konnte; er hatte geglaubt, dass ein anderer sterben musste, damit er leben kann.
Wir Menschen sind alle von einer todbringenden Krankheit befallen. Durch die Sünde ist »der Tod zu allen Menschen durchgedrungen (…), weil sie alle gesündigt haben« (Römer 5,12). Wir können uns nicht selbst erlösen. Es gibt nur eine einzige Chance für unsere Rettung. Der Apostel Paulus weist darauf hin: »Denn Christus ist, als wir noch kraftlos waren, zur bestimmten Zeit für Gottlose gestorben« (Römer 5,6). Jesus Christus musste sterben, damit wir leben können.
Gott führt keine Warteliste. Zu ihm können wir sofort kommen, um geheilt zu werden. Zunächst müssen wir aber einsehen, dass wir Todeskandidaten sind; dann müssen wir unser ganzes Vertrauen darauf setzen, dass Gottes »Operation« auf Golgotha uns vollkommen heil machen kann. Denn dort hat Jesus Christus »unsere Sünden an seinem Leib selbst an das Holz hinaufgetragen …« (1. Petrus 2,24).

mehr lesen

Es gibt nichts Neues?!?

Klingt unser heutiges Bibelwort nicht etwas deprimierend? Gibt es wirklich niemals etwas Neues auf unserer Erde? Aus unserer menschlichen Sicht gibt es natürlich ständig neue Dinge. Da werden neue Maschinen entwickelt, da gibt es Fortschritte in der Medizin, da verändert sich ständig die politische Landschaft in aller Welt, und es entstehen neue religiöse Strömungen. Also doch immer etwas Neues? Es gibt aber noch eine andere Sichtweise: Wie sieht Gott die Welt? Er sah Adam, um dessenwillen die Erde Dornen und Disteln trug. Er sah Kain, der seinen Bruder erschlug, vor Gott floh und eine Stadt baute. Er sah Nimrod, der das erste Reich gründete und nicht nur ein Unterdrücker fremder Menschen wurde, sondern auch das Recht und die Ehre der Frau als erster mit Füßen trat. Nichts hat sich seither geändert. Für alle angeführten Beispiele können wir durch die ganze Menschheitsgeschichte tausendfache Belege finden, bis zum heutigen Tag.
Auch die New Age-Bewegung, um nur einen Aspekt einmal herauszugreifen, hat eigentlich einen falschen Namen. New Age müsste All-the- Time-Age heißen. New Age bietet überhaupt nichts Neues! Schon im Alten Testament in 5. Mose 18 werden die Praktiken des New Age beschrieben. Dort werden unter anderem genannt: Beschwörung, Wahrsagerei, Zauberei, Zeichendeuterei, Totenbefragung u.v.m.
Wer wirklich etwas Neues erleben möchte, muss und kann sich an den wenden, der von sich sagt: »Ich mache alles neu!« Nur der, der Himmel und Erde gemacht hat, hat auch die Kraft und die Autorität, etwas Neues zu schaffen. Gemeint ist Jesus Christus – er gibt uns neues Leben!

mehr lesen

Kategorien

Die Losung für heute

Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.

Psalm 23,5

Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod.

1. Korinther 15,26

© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine
Weitere Informationen finden Sie hier

Stichwort ...

Sie sind unsicher bei Begriffen aus Christentum und Kirche?
Anfragen sind ausdrücklich erwünscht!

Hier bekommen Sie Informationen zu ...

Abendmahl - Erlösung - Gebet - Konfirmation - ReformationTaufe

Predigt und Andacht

Klicken Sie hier, wenn Sie sich die Sammlung unserer bisher produzierten Internetpredigten und Andachten ansehen möchten.

Newsletter

Sie wollen über unser Gemeindeleben aus erster Hand informiert werden? Dann abonnieren Sie doch einfach unseren Newsletter - kostenlos in Ihre Mailbox!

Diese Website benötigt Javascript. Bitte schalten Sie Javascript in Ihrem Browser ein.
×