Schön und gefährlich!

Immer wenn ich auf mein eigenes Leben zurückschaue, denke ich gerne an die Zeit zwischen dem 16. und 19. Lebenjahr zurück. Es waren recht unbeschwerte Jahre, ohne die Last größerer Verantwortung. Ich hatte Freunde, wir machten gemeinsame Unternehmungen; denn ich hatte viel freie Zeit für mich. Gott wünscht ausdrücklich, dass jeder diese Zeit in seinem Leben genießen soll. Jungsein kann so schön sein.
Aber er sagt auch, dass über das Unbeschwert- und Ungebundensein Wichtiges versäumt werden kann. Unser heutiger Bibeltext erinnert die jungen Leute, daran zu denken, dass Gott der Schöpfer ist, dem wir Rechenschaft schulden. Das darf niemand außer Acht lassen, wenn er sich über sein Leistungsvermögen freut, wenn er mit Entzücken wahrnimmt, welches Interesse er oder sie beim anderen Geschlecht zu wecken vermag. Jungsein kann auch sehr gefährlich sein.
In aller Lebensfreude und Lebenserwartung kann Gott glatt vergessen werden. Dann plant und lebt man sein Leben ohne Gott. In der Jugendzeit werden die Weichen für das ganze weitere Leben gestellt. Da ist es besser, seinem noch jungen Leben von Anfang an die richtige Richtung zu geben: mit Gott. Wer also heute noch jung ist, viel freie Zeit hat, unbeschwert und ungebunden ist, hat damit eine große Chance erhalten. Wo aber bei einer Chance alles zu gewinnen und nichts zu verlieren ist, sollte man sie ergreifen! Diese Chance liegt darin, ein Leben aufzubauen, das zur Ehre Gottes und zum Nutzen und Wohlgefallen unserer Mitmenschen gereicht. Auf diesem Weg werden wir vor viel Kummer bewahrt bleiben.

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Buddha – der Erleuchtete

Bei einem Wettkampf im Bogenschießen gewinnt der junge Fürstensohn die Hand einer schönen Frau, die ihm einen Sohn schenkt. Er besitzt alles, um glücklich zu sein und führt ein Leben in königlichem Glanz und Luxus. Doch außerhalb seiner heilen Welt begegnet ihm das menschliche Leid in Gestalt eines Greises, eines Kranken, eines Toten und eines Asketen. Das Wissen um das Elend in der Welt erschüttert ihn so sehr, dass er mit 29 Jahren Frau, Kind und Luxus verlässt, um ein Leben als wandernder Bettelmönch aufzunehmen. Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens kommt ihm nach wochenlanger Meditation die Erleuchtung. Die Ursache des Leids ist die egoistische Lebensgier der Menschen. Die Heilung vom Leid erfolgt durch Ausmerzung der Lebensgier. Durch eine edle und selbstlose Lebensführung erreicht man schließlich das Nirwana, den höchsten Dauerzustand der Seelenruhe, die »Meeresstille des Gemütes«.
Der Buddhismus, eine Religion der Selbsterlösung, verbreitete sich seit 500 vor Christi Geburt von Indien aus in weite Teile Asiens. Heute findet sie auch im Westen immer mehr Anklang, weil sie einerseits Ruhe und Seelenfrieden verheißt, andererseits uns das Gesetz des Handelns überlässt. Wir können gut sein, Yoga üben und höhere Bewusstseinsstufen erreichen.
Wie anders ist es im Christentum! Da wird aufgefordert, unser Versagen einzugestehen, zuzugeben, dass wir Sünder sind, die nie so rein werden können, wie Gott uns haben will. Das ist demütigend; aber jeder, der sich darauf einlässt und so demütig zu Gott kommt, erfährt, dass er den richtigen Weg geht und die ewige Ruhe tatsächlich findet.

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Vaterpflichten

Der Vater sitzt am Fernseher und verfolgt engagiert ein Fußballspiel. Sein zehnjähriger Sohn kommt mit einem Schulheft in der Hand zu ihm, schaut eine Weile mit zu und sagt dann: »Papa, kannst du mir bei dieser Rechenaufgabe helfen?« – »Ich habe jetzt keine Zeit, geh zu Mama!«, antwortet dieser. – »Aber Mama hat mich zu dir geschickt, sie hat auch keine Zeit, sie muss jetzt deine Hemden bügeln.« – »Dann musst du selbst überlegen, eure Lehrerin hat es euch doch sicher erklärt.« Damit ist für den Vater die Sache erledigt. Langsam trottet der Sohn davon, enttäuscht, wütend und den Tränen nahe.
Gott kennt die Probleme bei uns Vätern mit der Erziehung unserer Kinder. Deshalb findet sich auch das unten stehende Wort in der Bibel. Wir Väter sollen unsere Kinder nicht zum Zorn reizen, das heißt zugleich, sie nicht überfordern, nicht entmutigen und nicht vernachlässigen. Doch wie oft leben wir nach dem Motto: »Die Frauen haben die Kinder bekommen, nun sollen sie sich auch um sie kümmern.« Doch die Mütter sind überfordert, wenn sie allein die Erziehung bewältigen sollen. Und die Kinder brauchen die Zuwendung – sowohl der Mutter als auch des Vaters.
Noch einen wertvollen Rat gibt die Bibel: Väter sollen ihre Kinder nach den Grundsätzen Gottes erziehen. Das ist tatsächlich das Beste, was Eltern ihren Kindern mitgeben können. Dazu muss man allerdings diese Grundsätze kennen, wie sie uns in der Bibel mitgeteilt sind. Und noch wichtiger: Man sollte auch Gott selbst kennen – durch den Glauben an Jesus Christus, wie die Bibel ihn beschreibt.

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Was Worte bewirken können

Kann man sich mit einer Parkuhr unterhalten? Oder vielleicht einer Litfaßsäule sein Herz ausschütten? Nein! Mit toten Gegenständen kann man einfach keine Beziehung pflegen. Aber auch zwischenmenschliche Beziehungen bleiben oft uneffektiv, weil die Liebe im Miteinander fehlt.
Statt dessen produzieren wir oft Worthülsen und Phrasen in die Ohren anderer hinein, nur um dort sofort wieder herauszufliegen. Haben wir das nicht alle schon erlebt? Sogar die Worte eines wahrhaft himmlischen Wesens wie ein Engel würden ohne echte Liebe nur tönenden und klingenden Lärm verursachen. Wie anders nun könnten selbst schlichte Worte tief ins Herz dringen, wenn sie aus der Motivation der Liebe heraus gesprochen werden. Es kommt gewiss nicht auf wohlformulierte, einschmeichelnde Worte an, sondern vielmehr auf Wahrheit, Klarheit und Mitgefühl. Manchmal kann man auch mit wenigen Worten viel sagen oder das Herz sogar wortlos sprechen lassen.
Was macht die christliche Liebe eigentlich aus? Ihr Geheimnis ist der persönliche Bezug zur wahren Quelle der Liebe. Diese Quelle ist eine Person und hat einen Namen: Jesus Christus! Gottes Sprache der Liebe hat sozusagen »Hand und Fuß« bekommen und redet heute noch zu uns. Menschen sind fähig, ihren Worten Gewicht zu verleihen, wenn sie nach dem Vorbild Jesu durch die Liebe Gottes leben, reden und handeln. Wer aus der Liebe lebt, gibt Zeugnis von Gott (l. Johannes 4,16). Und damit von einer Kraft, die unseren lieblosen Alltag von Grund auf verändern kann.

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Gibt es denn sonst weiter nichts?

Die meisten von uns sind auf einen festen Tages- und Wochenrythmus festgelegt. Von Montag bis Freitag arbeiten wir täglich acht bis zehn Stunden für unseren Lebensunterhalt. Endlich dann das Wochenende! Endlich können wir alles hinwerfen und haben Zeit für das, was wir selbst tun möchten. Einmal im Jahr gibt es dann Freizeit am Stück, den Urlaub. Für nicht wenige ist das die beste Zeit des Jahres. Und dann? Dann arbeiten wir wieder, haben Freizeit, arbeiten wieder, haben Freizeit, arbeiten wieder und … Besteht das Leben aus nichts anderem als aus diesem Kreislauf, der bestimmt ist von Arbeit und Freizeit? Gibt es denn sonst weiter nichts?
Wenn auch für die meisten Menschen bis zum Rentenalter das Leben diesem Kreislauf unterworfen ist, so kommt es doch entscheidend darauf an, ob man ihn als Gottes Plan für unser Leben ansieht. Oder ob man sich als unbedeutendes Rädchen in einer großen Maschine betrachtet, das sich eben drehen muss, weil andere Menschen es wollen – und weil die Verhältnisse so sind, dass man zwar gern ausbrechen will, nur nicht kann. Schön ist es, wenn man glauben kann, dass Gott niemand vergisst oder übersieht und dass es ihm daran liegt, uns wohl zu tun. Alles, was uns widerfährt – sei es bei der Arbeit oder in der Freizeit – ist dann nicht mehr ein ermüdender und sinnloser Kreislauf, sondern gehört als Baustein zu dem persönlichen Lebensplan, den Gott für unser Leben entworfen hat. Diese Sichtweise gibt dem Leben den Tiefgang, nach dem sich unser Herz sehnt.

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Die Losung für heute

Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.

Psalm 23,5

Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod.

1. Korinther 15,26

© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine
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