Gibt es mehr als Arbeit und Müh?

Gegen 4:00 Uhr ging der Wecker, aufstehen, fertig machen und dann ab zur Arbeit. Die begann um 6:00 Uhr und es hätte ja gereicht, wenn ich um 5:00 Uhr aufgestanden wäre. Doch es gab etwas, was mir sehr wichtig war. Als überzeugter Christ glaube ich, dass die Bibel Gottes Wort ist, und ich bin überzeugt, dass es wichtig ist, täglich darin zu lesen. Doch wann sollte ich das tun? Tagsüber war ich in der Fabrik und baute im Akkord Getriebe für Lkw’s. Meist hatten wir wenigstens eine Überstunde zu machen, manchmal sogar zwei. Sogar am Samstag musste ich wenigstens für sechs Stunden am Arbeitsplatz sein. Der Akkord war hart und manchmal schlief ich schon beim Abendbrot ein.
Wann sollte ich mir also Zeit nehmen, in der Bibel zu lesen? Tagsüber war es kaum möglich, am Abend war ich oft müde und abgespannt. Da blieb also nur der frühe Morgen. Das hat sich immer gelohnt. Die Stärkung für den inneren Menschen war und ist bis heute eine der wichtigsten Betätigungen des Alltags. Immer wieder erfahre ich, dass Gottes Wort zu mir spricht, dass es Nahrung ist für die Seele und Kraft gibt für den Tag, der vor mir liegt. Bei aller Arbeit und Stress, der über den Menschen von heute liegt, dürfen wir täglich neu erfahren, dass sich die Beschäftigung mit Gottes Wort lohnt. Gott redet durch sein Wort zu uns, stärkt, tröstet, gibt Zuspruch. Aber Gottes Wort ermahnt auch und zeigt uns, wo wir falsch handeln. Ich bin dankbar für die Möglichkeit, täglich in der Bibel lesen zu dürfen. So erfahre ich nun über 30 Jahre immer wieder neu, wie lebendig und erfrischend Gottes Wort ist.

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Zuerst kommt die Familie

Die Sphäre, die dem Himmel am nächsten ist, ist das Heim, in dem Mann und Frau, Eltern und Kinder wirklich füreinander und mit dem Herrn Jesus Christus in Liebe und Frieden leben.
Im Gegensatz dazu kann ein gottloses Haus, zerrüttet durch Sünde und Ungerechtigkeit, wo Eltern streiten und zanken und ihre Kinder dem Widersacher Gottes und den bösen Mächten der Finsternis überlassen werden, zu einem Ort werden, der der Hölle sehr nahe kommt.
In Gottes Gedanken ist die Familie die kleinste in sich geschlossene Einheit in unserer Gesellschaft. So wie es der Familie geht, so geht es auch der Nation, der Zivilisation und der gesamten Welt.
Gerade weil die Familie in Gottes Gedanken einen so hohen Stellenwert besitzt, versucht der Teufel immer wieder die Familie zu zerstören. Keine Nation ist jemals moralisch, intellektuell oder geistlich höher gestiegen, als die Familien, aus denen sich die Gesellschaft zusammensetzt.
Deswegen müssen auch alle Anstrengungen, den moralischen und geistlichen Standard in der Welt zu erhöhen und Verbrechen, Gottlosigkeit und Gewalt zu bekämpfen, in den Häusern und Familien beginnen.
Diese Probleme irgendwo anders lösen zu wollen, kann nur, wenn überhaupt, eine kurzzeitige Entspannung bringen, und das unter einem erdrückenden Kostenaufwand. Das Beste, was erreicht werden kann, ist vielleicht Linderung aber niemals Heilung.
Deswegen müssen wir erkennen, dass solange sich unsere Familien, und hier insbesondere die Eltern, nicht im Glauben zu dem Herrn Jesus Christus bekehren, unser Volk moralisch und geistlich weiter sinken wird.

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Die Hunnenrede

Der deutsche Kaiser Wilhelm II. war ein Mann übermütiger Worte. Im Jahr 1900 gab es im fernen China einen Aufstand, bei dem auch Europäer gefangen genommen und getötet wurden. Wilhelm II. sah darin eine Gelegenheit, deutsche Großmachtpolitik zu demonstrieren. Eine 15.000 Mann starke Truppe wurde aufgestellt und zur Strafexpedition nach China geschickt. Bei der Verabschiedung hielt Wilhelm II. eine martialische Rede. Unter anderem sagte er: »Pardon wird nicht gegeben! Gefangene werden nicht gemacht! Wie vor tausend Jahren die Hunnen sich einen Namen gemacht haben, so möge der Name Deutscher auf tausend Jahre durch euch bestätigt werden …«. Welche Überheblichkeit, welche Anmaßung, welche Brutalität spricht aus diesen Worten! Doch viele schrien damals laut »Hurra«! Mit großen Worten lassen sich eben die Massen gewinnen – und zum Bösen verführen. Die Geschichte, gerade des 20. und auch 21. Jahrhunderts, zeigt das vielfältig. Christen kennen und anerkennen die Größe und Allmacht Gottes, deshalb können sie alle Großtuerei der Mächtigen richtig einordnen und entlarven. Noch wichtiger aber ist, selbst frei zu werden von Großtuerei und Selbstüberhebung: Der allmächtige Gott, der allen Grund hätte, gewichtig vor den Menschen aufzutreten, machte sich selbst in Jesus Christus ganz gering und möchte so jedem Menschen von unten – nicht von oben herab – begegnen und ihn befreien vom Selbstbetrug allen Großtuns.
Als der Sohn Gottes auf die Erde kam, hatte er nur eine Krippe, und als er sie verließ, starb er den Tod eines Verbrechers am Kreuz. Wenn das nötig war, um mich vor der Verdammnis zu retten, welchen Grund sollte ich dann haben, groß zu tun und anzugeben?

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Unersetzlicher Trost

Schon in der Küche hört die Mutter, wie ihr sechsjähriger Nico laut schreiend nach Hause kommt. Erschrocken läuft sie hinaus und fragt, was passiert ist. Doch Nico schreit nur noch lauter und streckt ihr seine rechte Hand entgegen, wo der Handballen aufgeschrammt ist und kleine Blutströpfchen hervorquellen. Die Mutter nimmt ihn mit ins Haus, säubert vorsichtig die Wunde und verbindet sie. Nico schreit nicht mehr, auch die Tränen versiegen, nur ein gelegentliches Schluchzen erschüttert noch den kleinen Körper. Die Mutter setzt sich in einen Sessel, nimmt Nico auf ihren Schoß und fragt ihn, wie es denn passiert sei. Nico erzählt, er sei hinter einer Katze hergelaufen und dabei hingefallen. Liebevoll drückt die Mutter ihn an sich und sagt, nun sei ja alles wieder gut. Und tatsächlich ebbt auch das Schluchzen ab und bald spielt Nico mit seinen Autos, als ob nichts gewesen wäre.
Der Trost und die liebevolle Zuwendung der Mutter sind für Kinder durch nichts zu ersetzen, weder durch funkferngesteuerte Autos, tanzende Puppen, Stereoanlagen, Fernseher oder Computer. Glücklich die Kinder, deren Mutter nicht die Mehrfachbelastung von Beruf, Haushalt und Kindererziehung zu bewältigen hat, sondern Zeit für ihre Kinder haben kann. Besonders glücklich die Kinder, die spüren, dass ihre Eltern sie nicht als Belastung, sondern als Bereicherung ihres Lebens empfinden, und die bei allen kleinen und großen Wehwehchen von den Eltern getröstet werden. Das ist das Schönste, was wir unseren Kindern als Erinnerung an ihre Kindheit mitgeben können.

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Auf der Suche nach Alltäglichem

»Mensch, wo habe ich bloß wieder diese Beutel mit den Schrauben hin gelegt? Letzthin lagen sie doch noch …« Kennen wir das nicht alle? Da sind wir auf der Suche nach etwas, von dem wir genau wissen, dass wir es haben, aber wo? Der Schraubenzieher, die Zange, der Kugelschreiber, die Brille, immer wieder sind wir auf der Suche.
Neulich ging es mir wieder einmal so. Ich suchte nach Material, das ich mir zum Basteln gekauft hatte. Jetzt hatte ich Zeit und wollte fertigstellen, was ich schon vor längerer Zeit angefangen hatte. Nun fehlten nur noch diese Holzkäfer. Dabei war ich mir so sicher, dass ich sie in die Schublade des Schreibtisches im Gästezimmer gelegt hatte. Aber da waren sie nicht, oder doch? Nach langem Suchen im Arbeitszimmer, im Keller, im Schreibtisch des Gästezimmers kam allmählich Verzweiflung auf. Irgendwann kam ich schließlich auf den Gedanken: »Du hast noch gar nicht gebetet. Gott weiß doch, wo du das Zeug abgelegt hast.« Und ich betete: »Herr, du weißt, wohin ich die Päckchen mit den Holzkäfern gelegt habe. Du weißt, dass ich sie unbedingt brauche. Bitte vergib, dass ich erst jetzt zu dir komme und hilf mir, die Päckchen zu finden. Danke, Amen.«
Ich saß vor der offenen Schublade des Schreibtisches und da lagen die Päckchen, genau dort, wo ich sie irgendwann abgelegt hatte. Nur waren sie nicht, wie ich geglaubt hatte, in Plastikbeuteln, sondern in Pappschachteln.
Ist es nicht überwältigend, dass wir Gott sogar mit solchen Kleinigkeiten »belästigen« dürfen? Er hat Gutes mit uns im Sinn und zeigt dies denen, die auf ihn vertrauen, auch mitten im Alltag.

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Die Losung für heute

Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.

Psalm 23,5

Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod.

1. Korinther 15,26

© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine
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