Erwünscht – unerwünscht

Ich fahre normalerweise mit dem Bus zum Büro – und natürlich auch nach Büroschluss wieder nach Hause. Wenn ich dann mein Zuhause wieder sehe, freue ich mich und wenn dann einige Kinder vor dem Haus spielen und einer entdeckt mich, dann laufen sie auf mich zu: »Papa ist wieder da, hallo!« Dann wird mein Herz warm. Ich bin geliebt und werde erwartet.
Diese fast alltägliche Kleinigkeit fällt mir immer ein, wenn ich Vers unter diesem Text lese. Da kam Gott selbst in seinem Sohn Jesus Christus auf diese Erde – und man erkannte ihn nicht. Und die sich das Volk Gottes nannten – das Volk Israel -, wollten ihn nicht. Das hat dem Sohn Gottes sehr weh getan. Ich hätte empört für Ordnung gesorgt, hätte auf meine Rechte und die Pflichten der anderen hingewiesen. Aber Jesus Christus sagte nichts dergleichen. Er blieb in seinem eigenen Volk ein Außenseiter. Er hielt es aus unter den Menschen, die ihn ablehnten. Er blieb einsam. Warum eigentlich?
Jesus Christus blieb auf dieser Erde, weil er die liebte, die ihn hassten. Er wusste, wie krank die Menschen in ihrer Gottlosigkeit und Sünde waren, und er wollte sie mit seiner heilenden Liebe in Verbindung bringen. Dennoch wurde er abgelehnt. Er erntete Undank, obwohl er bereit war, die Verantwortung für die Sünde zu übernehmen. Das geschah am Kreuz von Golgatha.
Aber jetzt ist er willkommen bei denen, die ihn in ihr Leben aufgenommen haben, bei denen, die zu ihm gehören. Weil ich seine Liebe erfahren habe, ist er mir lieb geworden und wenn er kommt, laufe ich ihm entgegen – wie meine Kinder es bei mir tun.

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Prognose: »Die Krankheit führt zum Tode …«

Gesundheit ist etwas Selbstverständliches, wenn man sie besitzt. Es ist international festgelegt worden, dass Gesundheit ein Grundrecht jedes Menschen ist, von dem er ein Höchstmaß erreichen soll. Gesundheit wird nach der Erklärung der Weltgesundheits-Organisation (WHO) definiert, als »Zustand völligen, körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens«.
Von dem Philosophen Schopenhauer stammt der Satz: »Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts!« Daraus folgern viele Menschen: Die Hauptsache im Leben ist die Gesundheit!
Die Ärztin hat sich vorgenommen, dem Patienten die Wahrheit über seinen Zustand zu sagen. Ihre innere Betroffenheit kann sie nicht verbergen. Die Stimme zittert, als sie die hoffnungslose Situation in Worte kleidet: »Die Krankheit führt unaufhaltsam zum Tode!« »Wie lange werde ich noch leben?« will der Kranke wissen. »Zwei Tage, vielleicht noch vier Wochen -, aber entscheidend ist: Sind Sie bereit, Gott zu begegnen? Haben sie Ihre Schuldfrage vor Gott geklärt?« »Sie wären besser Pastorin geworden, Frau Doktor!« meint der Todkranke. »Auch ich muss diese Frage geklärt haben, Herr G. Wenn ich mich nach dem Dienst ins Auto setze, um nach Hause zu fahren, habe ich nicht die Garantie, lebend dort anzukommen.«
Gott gab Herrn G. noch drei Monate Lebenszeit. Er begriff, nicht die Gesundheit ist die Hauptsache im Leben eines Menschen, sondern die Versöhnung mit Gott durch Jesus Christus!

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Warten

»Genuss sofort!« hieß vor Jahren schon ein bekannter Slogan. Immer wieder hören oder lesen wir, dass Leute »just now,« jetzt im Augenblick etwas getan haben wollen. Bei einer solchen Einstellung fällt das Warten schwer.
Nun entdecken wir aber beim Lesen der Bibel, besonders des Alten Testaments, dass Gott seine Leute immer wieder, und oft reichlich lange hat warten lassen, ehe er ihre Not linderte und ihre Wünsche erfüllte. Man kann das Alte Testament beinahe das »Buch der Wartenden« nennen.
Es scheint nicht zu Gottes Methoden zu gehören, prompt auf unsere Bitten zu reagieren, was manche gern als Beweis für die Nutzlosigkeit des Betens anführen. Wem Gott aber Verständnis für die ewigen Dinge geschenkt hat, der lernt an den biblischen Berichten, dass sich die dort beschriebenen Wartezeiten stets segensreich ausgewirkt haben.
Wozu kann denn das Warten aus Gottes Sicht gut sein? Durch Warten lernen die, die auf Gott vertrauen, ihr eigenes Unvermögen zur Selbsthilfe kennen. Sie erkennen, wie eigenmächtig und eigensinnig sie bisher versucht hatten, ihren Willen durchzusetzen. Sie lernen, sich an Gott festzuhalten, und erleben so seine durchhelfende Kraft. Sie merken, wie wenig Hilfe von dieser gefallenen Schöpfung zu erwarten ist. Ihre Hoffnung wird auf eine bessere, d.h. himmlische Erlösung gerichtet.
Wenn geistliches Wachstum etwas zählt – und ich halte es für das Entscheidende im Leben von Christen – dann gibt es nichts, was intensiver dazu beiträgt als das Warten auf den Zeitpunkt, den Gott für seine Hilfe bestimmt hat.

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Alles ist relativ

Herr Meyer hat seinen Kleinwagen in den Graben gefahren, in einen richtig tiefen Graben. Zum Glück ist kein Wasser darin. Gleich macht er sich daran, das Auto wieder auf die Straße zu bringen; aber das will ihm nicht gelingen. Schließlich findet er eine große, stabile Stange. In der Schule hat er etwas über Hebelkraft gelernt. Das muss es bringen! Tatsächlich bewegt sich was, doch als er genau hinsieht, erkennt er, dass sich nur das Blech am Kotflügel kräftig verbogen hat. Er könnte heulen.
Plötzlich taucht oben am Grabenrand ein Junge auf, der ihm rät, den Abschleppdienst anzurufen. Das ist die Idee! Kurze Zeit später hält auch schon der große Kranwagen bei ihm an. Vorsichtig werden die Haltegurte befestigt, damit kein weiterer Schaden entsteht. Der Fahrer betätigt einige Knöpfe und Hebel, und das Auto kommt aus dem Graben. Alles ist so leicht wie ein Kinderspiel.
Ob ein Problem ein Problem ist, hängt davon ab, wie schwach oder wie stark die Beteiligten sind. Was für Herrn Meyer ein unlösbares Problem darstellte, war für den großen Kran so gut wie nichts.
Unsere Sorgen, Nöte und Befürchtungen drohen uns manchmal über dem Kopf zusammenzuschlagen. Wir haben keine Mittel, um ihrer Herr zu werden; aber für Gott ist all das kein Problem. Er lässt es zu, damit wir die richtige Einschätzung für unsere Kräfte bekommen. Und damit wir endlich »telefonieren« gehen. Er hat gesagt: »Rufe mich an am Tage der Not, ich will dich erretten« (Psalm 50,15).

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Himmelschreiende Bosheit und Ungerechtigkeit

Ein trauriges Kapitel der Menschheitsgeschichte ist die Sklaverei im Amerika des 17. bis 19. Jahrhunderts. Man schätzt, dass etwa 20 Millionen Menschen aus Afrika in dieser Zeit als Sklaven nach Amerika verschleppt wurden. Die Sklaverei war ein Geschäft: Für Sklavenhändler, Schiffskapitäne und besonders für die Sklavenhalter, die so auf ihren Ländereien den Arbeitskräftebedarf preiswert deckten und ihren eigenen Wohlstand steigerten. Die Sklaverei in Nordamerika gehört zwar der Vergangenheit an, doch die Geschichte der Menschheit ist durchzogen von einer breiten Spur der Ausbeutung und Entrechtung. Die Verhältnisse haben sich in vieler Hinsicht geändert, die Menschen jedoch nicht. Die Methoden und Schauplätze mögen heute andere sein – doch das Unrecht der Ausbeutung und Übervorteilung ist das gleiche geblieben. Hören wir davon, so empören wir uns und in unserer Ohnmacht kann es schnell dazu kommen, Gott verantwortlich zu machen, ihn wegen Untätigkeit und Ungerechtigkeit anzuklagen.
Doch zu solchen Gedanken sollten wir uns nicht hinreißen lassen; denn die Bibel sagt unmissverständlich, dass Gott kein Unrecht übersieht und dass es einen Tag geben wird, an dem für ihn das Maß voll sein wird und er Rechenschaft fordert. Genauso unmissverständlich aber macht Gott – weil er die Menschen trotz allem liebt – jedem das Angebot, zu ihm umzukehren und frei zu werden von jeder Schuld und Ungerechtigkeit, die sie begangen haben, wenn sie sie zugeben und um Vergebung bitten; denn dafür ist Jesus Christus gekommen. Er trug die Strafe für alle Bosheit der Menschen am Kreuz von Golgatha.

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Die Losung für heute

Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.

Psalm 23,5

Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod.

1. Korinther 15,26

© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine
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