Nichts ist älter als die Zeitung von gestern

»Es gibt nichts Älteres als eine Zeitung von gestern«, lautet ein Journalistenmotto. Und »Nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten« ein anderes. Binnen Minuten erfahren wir von Mord und Terror auf der anderen Erdhalbkugel. In Sekundenbruchteilen übertragen Satelliten Fernsehbilder von Verletzten und Toten. So viele Tote, dass uns längst nicht mehr das Grauen überkommt. Und in der Nacht darauf wird millionenfach gedruckt, welche Steuer steigt und welche Politiker bestochen wurden, die dann doch wiedergewählt werden. Zeitungsbilder von gestern taugen allenfalls noch für die Chronik, die Geburtsanzeigen vielleicht noch fürs Familienalbum.
Doch es gibt ein Medium ganz anderer Art, uralt und doch nicht von gestern, allgemein gültig und doch persönlich. Viele Schreiber wirkten daran mit, und doch schrieben alle über das gleiche Thema. Es ist die Bibel: ein journalistisches Meisterwerk voll Poesie und Präzision. Es verknüpft wie kein anderes Werk der Weltgeschichte Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Menschen hören seit Hunderten von Jahren die ewig gültigen Aussprüche Gottes. Das gibt Orientierung in einer Zeit des ständigen Wandels. Das stärkt die Seele, lässt hoffen. Nicht umsonst heißt die zentrale Nachricht der Bibel »Evangelium« – frei übersetzt: »Gute Botschaft«. »Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe« (Johannes 3,16).

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Naturgesetze und Wort Gottes

Ein Stein, eine Gabel, ein Schwimmer vom 10-m-Brett und auch ein Meteorit – sie fallen zur Erde. Von diesem Gravitationsgesetz ist nichts ausgenommen, darum nennen wir es ein Naturgesetz. Naturgesetze haben die höchste Aussagekraft in den Naturwissenschaften. Sie sind angreifbar formuliert, aber sie müssen jedem Angriff standhalten. Das Wort Gottes ist in diesem Punkt mit den Naturgesetzen vergleichbar. Es ist ebenfalls angreifbar formuliert und muss in der Wirklichkeit bestehen. Am Beispiel der Liebe Gottes soll dies gezeigt werden. In 1. Johannes 4,8 heißt es: »Gott ist Liebe«, und in Hohelied 8,6 steht ein prophetisches Wort über die Liebe Gottes: »Denn die Liebe ist stark wie der Tod, und ihr Eifer ist fest wie die Hölle. Ihre Glut ist feurig und eine Flamme des Herrn.« Dieser Satz könnte prinzipiell widerlegt werden. Das Kreuz Jesu war dieser Härtetest des Gesetzes der Liebe Gottes. Mit seinem Leben hatte Jesus die Liebe Gottes ausgelebt. Aber ging die Liebe Gottes so weit, dass sie auch vor dem Tod nicht Halt machte? Gilt auch der Satz: »Denn die Liebe ist stark wie der Tod«? Am Kreuz gab es den Versuch, diesen Satz zu Fall zu bringen: »Es höhnten aber auch die Obersten und sagten: Andere hat er gerettet. Er rette sich selbst, wenn dieser der Christus ist, der Auserwählte Gottes« (Lukas 23,35). Wäre Jesus vom Kreuz gestiegen und nicht durch den Tod gegangen, dann wäre der obige Satz widerlegt. Auch der zweite Anlauf, den Satz von der Liebe Gottes zu widerlegen »Rette dich selbst und uns!« (Lukas 23,39), schlug fehl. Mit seinem Tod bestätigte Jesus das Gesetz der Liebe.

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Wie schnell doch die Zeit vergeht!

Diese häufige Aussage findet allgemeine Zustimmung. Die Bibel vergleicht unsere Lebensdauer mit einem Dampf, der nur kurze Zeit sichtbar ist und bald vergeht. Mose spricht in Psalm 90 davon, dass unsere Jahre schwinden wie ein Seufzer; alles eilt vorüber, als flögen wir dahin. Je nach unserem Verhältnis zu Gott kann es tröstlich oder beunruhigend sein, dass Gott unsere Zeiten in seiner Hand hat. Er bestimmt den Tag unserer Geburt; er legt die Stunde fest, wann unser Leben zu Ende ist. Wie wichtig ist es daher, dass wir sagen können: Du bist mein Gott! Das setzt ein ganz persönliches Verhältnis zum Schöpfer und Erhalter des Universums voraus.
Diese Verbindung zu Gott besteht nicht automatisch. Der Mensch lebt vielmehr in Auflehnung gegen diesen Gott, weil er sich selbst verwirklichen will. Die daraus entstandene Trennung von Gott kann kein Mensch durch eigene Bemühungen beseitigen. Deshalb hat Gott alles getan, was notwendig ist, damit Menschen von ihm wieder angenommen werden können. Er sandte seinen Sohn Jesus Christus, der in seinem Sterben am Kreuz stellvertretend für alle Menschen die Schuld beseitigt hat, die uns von Gott trennt. Wer sich im Vertrauen auf diese Tatsache an Gott wendet, darf Gott seinen Gott nennen und wissen, dass ihm dieser Gott seine Gunst zuwendet.
Mose schreibt in dem genannten Psalm: »So lehre uns denn zählen unsere Tage, damit wir ein weises Herz erlangen.« Weise ist demnach, wer seine Sache mit Gott in Ordnung bringt, so lange dazu noch Zeit ist.

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»Ich habe keine Kraft mehr!«

Manchmal hören wir diesen Ausspruch. Vor allem wenn wir älter werden, empfinden wir sehr nachhaltig, dass unser Elan nachlässt und wir Mühe haben, das, was wir uns vornehmen, zu erledigen. Negative Erfahrungen verstärken solche Empfindungen übermächtig.
Da ist ein leitender Mitarbeiter, der über Jahre seinem Arbeitgeber treu und erfolgreich gedient hat. In einer Besprechung hat er Verbesserungen vorgeschlagen. Sein wesentlich jüngerer Vorgesetzter hat seinen Vortrag zerpflückt und schließlich bemerkt, solche Vorstellungen könne nur ein »Auslaufmodell« bringen, heute müsse man wesentlich aggressiver vorgehen. Wie leicht kann es in solchen und ähnlichen Umständen dahin kommen, dass wir müde resignieren.
Wir meinen vielleicht, nur wenn dieses oder jenes sich änderte, könnten wir freudig und mit neuer Energie weitermachen. Das ist ein Trugschluss. Kraft für alle Tage unseres Lebens kommt nicht aus der Veränderung unserer Umstände, sondern allein von Gott. Er hat allen, die sich an ihn wenden, eindeutige Zusagen gegeben. Allerdings gelten diese denen nicht, die meinen, sich selbst wie Münchhausen am Schopf aus dem Sumpf ziehen zu können.< Nur wer seine eigene Kraftlosigkeit und Ohnmacht vor Gott erkennt und ihn um Hilfe anruft, wird das frohmachende Erleben haben, dass ihm echte Kraft zuwächst, nämlich die Kraft, die von Gott kommt. Er kennt unsere persönliche Situation und will, dass wir weder in Selbstmitleid versinken, noch uns selbst zu wichtig nehmen. Und für den Rest wird er uns Kraft schenken.

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Der Schein trügt!

Wie oft ist uns das schon passiert: Wir begegnen einem Menschen bei der Arbeit, einem Kunden oder Geschäftspartner, sehen ihn nur wenige Minuten und schon hat er in unserer Beurteilung für immer einen Stempel. Da wird die Kollegin als »Langweilerin« und »völlig unmöglich« eingestuft, weil sie nicht unseren Modegeschmack hat. Oder man nimmt die Automarke als Kriterium: »Ach, Herr Müller fährt nicht Mercedes?«, sondern nur Kleinwagen, dann kann er auch beruflich kein »Gewinner-Typ« sein!
Und weil wir wissen, dass diese Art von Oberflächlichkeit so verbreitet ist, basteln wir an unserem eigenen Image herum: Wir retuschieren und schminken das Aussehen, setzen ein geübtes Lächeln auf, wenn der Chef kommt, und täuschen die größte Einsatzbereitschaft durch langes Verweilen an den Abenden im Büro vor. Oft haben wir damit sogar Erfolg.
Nur einer lässt sich nicht blenden, sondern sieht in unser Inneres. Gott sieht unsere Einstellungen und durchschaut sogar die Motive unsere Tuns. Was bekommt er da aber zu sehen? Sieht er ein aufrichtiges Herz? Sieht er den Wunsch nach mehr Liebe zu ihm und den Menschen? Ach, wie oft mangelt es daran. Trotzdem wartet Gott darauf, dass wir zu Ihm kommen, denn Er liebt uns, obwohl er uns kennt!
Er will aus den Herzen derer, die zu ihm kommen, alle Heuchelei vertreiben und mit seinem Licht hineinleuchten, damit wir selbst als Lichter in der Welt strahlen und ein Widerschein seiner Herrlichkeit werden.

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Die Losung für heute

Der HERR schafft Recht den Waisen und Witwen und hat Fremdlinge lieb, dass er ihnen Speise und Kleider gibt. Darum sollt ihr auch die Fremdlinge lieben.

5. Mose 10,18-19

Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt! Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet.

Matthäus 25,34.36

© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine
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