Der beste Freund

Angenommen, Sie rufen einen Freund an: »Hör mal, ich muss heute Abend mein Auto für einen Tag in die Werkstatt bringen und habe von dort keine Fahrmöglichkeit mehr. Kannst du mich mit deinem Wagen dort abholen und nach Hause bringen?« Ihr Freund antwortet: »Ach, dazu habe ich keine Lust, du kannst dir ja ein Taxi nehmen.« Werden Sie ihn nach einer solchen Antwort noch als Freund ansehen?
Freundschaft, wenn sie als solche gelten soll, muss sich im Verhalten zeigen. Wenn einer Hilfe braucht, erhält er sie von dem anderen, und das nächste Mal kann es umgekehrt sein. Jeder sucht seinem Freund möglichst zu gefallen und unterlässt alles, was ihn enttäuschen könnte.
Im heutigen Tagesvers spricht Jesus Christus seine Jünger an. Er, der Sohn Gottes, der ewige und allmächtige Schöpfer aller Welten, bietet ihnen seine Freundschaft an. Das ist weit mehr, als wenn der Kaiser von Rom ihr Freund würde. Allerdings ist das Freundschaftsangebot an eine Bedingung geknüpft: Die Jünger sollen sein Wort befolgen.
Die Freundschaft Jesu Christi ist auch heute mehr wert als etwa die Freundschaft des Bundeskanzlers. Denn dieser kann allenfalls für eine Zeit Vorteile verschaffen. Die Freundschaft Jesu Christi jedoch bringt Vorteile für alle Ewigkeit. Denn ohne ihn landet jeder in der Hölle und bleibt ewig verloren. Wer sich aber zu ihm hält, bekommt durch ihn das ewige Leben in der herrlichen neuen Welt des Himmels und in der Gemeinschaft mit Gott, zu dem hin wir erschaffen worden sind. Es gilt nur zu befolgen, was er sagt: Glaube an mich und lebe nach meinem Wort!

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Bei wem liegt das Problem?

Wir Menschen geben uns gern dem ältesten Gesellschaftsspiel der Welt hin: Dem Schuldabschiebespiel. Zu gerne verlagern wir die Ursache unserer Probleme auf andere oder auf unsere Umgebung. Andere auf ihre Schuld festzunageln, darin sind wir Weltmeister. Ob wir uns das gefallen ließen, was wir anderen zumuten? Viele fragten in den vergangenen Jahrzehnten: Liegt unsere Problematik beim Menschen oder in den Strukturen, z.B. in der Technik? Wenn auch eine gewisse Wechselwirkung gegeben ist, so sei doch die folgende Feststellung erlaubt: Am Anfang stand der Mensch und nicht die Umweltverschmutzung oder die Atombombe! Er hat erst die Strukturen und die Technik geschaffen.
Gott, dem man bei all dem so gerne den »Schwarzen Peter« zuschiebt, hat uns als freie, intelligente Menschen geschaffen, die für ihr Handeln verantwortlich sind. Das Problem liegt in uns. Das Herz, unser egozentrisches Denken und unser »Wille zur Macht« sind das Problem. Sobald der Mensch die Verantwortung vor Gott leugnet, fängt die Umwelt- und Selbstzerstörung an. Doch keiner will die Schuld auf sich nehmen.
Manche jedoch denken über ihr Tun nach. Oppenheimer sagte nach seiner Mitarbeit an der Atombombe: »Wir haben die Arbeit des Teufels getan!« Das Problem ist unser Herz, von dem die Bibel sagt, dass es böse ist von Jugend auf, selbstsüchtig und habgierig, neidisch und misstrauisch, betrügerisch und lieblos. Hier liegt unser aller Problem. Veränderung fängt mit der Selbsterkenntnis durch die Erkenntnis Gottes an. Dieses Herz kann Jesus verändern. Wie? Indem wir zu unserer Schuld stehen und sie ihm bekennen!

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Lebensangst

Das »Düsseldorfer Kom(m)ödchen« brachte schon vor Jahrzehnten in seinem politischen Kabarett eine Schilderung des modernen Menschen. Dort heißt es:
»Lebensangst und Kreislaufstörung, Hasten, Jagen, Kampf und Gier, was stabil ist, ist die Währung, was labil ist, das sind wir. Lass die Puppen schneller tanzen, ohne Ziel in dem Getriebe, hochgepeitscht durch Dissonanzen, ohne Glaube, ohne Hoffnung, ohne Liebe .«
Angst ist die Krankheit unserer Tage. Sie hat ein erschreckendes Ausmaß angenommen. Wo sich die Kirchen leeren, füllen sich die Praxisräume der Nervenärzte und Psychotherapeuten. Die meistverkauften Arzneimittel sind Psychopharmaka, die gegen Angst, Unruhe und Schlaflosigkeit genommen werden. Sie sollen Ängste vertreiben und Geborgenheit ersetzen. Und ist es ein Wunder, dass die Angst in den Herzen hochkriecht? Wo gestern noch »ewige Naturgesetze« galten, werden heute die Phänomene besser mit Chaostheorien beschrieben; wo die Zehn Gebote galten, gilt nur noch das eine: Lass dich nicht erwischen! Was »man glaubt«, ändert sich alle paar Jahre.
Ein bekannter Nervenarzt schrieb ein Buch mit dem Titel »Leg deine Nerven in Gottes Hand«. Das wäre doch ein guter Rat. Und aus der Bibel können Sie das »Kleingedruckte« zu diesem Thema entnehmen.
Jesus Christus, der Sohn Gottes, weiß um unsere Angst. Er ist mit ihr fertiggeworden. Er hat die Angst überwunden. Als der auferstandene und lebendige Heiland und Herr lädt er noch immer ein: »Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und (mit Schuld und Angst) Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben« (Matthäus 11,28).

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Der höchste Preis der Freundschaft

Alle wertvollen Bindungen unter Menschen kosten etwas; nicht nur Geld, sondern auch Zeit, Kraft und persönliche Hingabe. Das gilt in einer Ehe, zwischen Eltern und Kindern und auch für eine Freundschaft. Zwar zählt es zu den ganz großen Ausnahmen, dass jemand für einen Freund tatsächlich stirbt, aber ein Stück des eigenen Lebens hinzugeben muss jeder bereit sein, der das Glück einer Freundschaft genießen will.
Das Wort im heutigen Tagesvers über den möglichen Preis einer Freundschaft stammt aus einem Gespräch Jesu Christi mit seinen Jüngern. Und diesen höchsten Preis hat er tatsächlich erbracht. Er starb für Menschen, die sich mit ihm verbinden und sich ihm anvertrauen, für Menschen, die wissen, dass sie, so wie sie sind, vor Gott nicht bestehen können, sondern einen Erlöser brauchen. Und dieser Erlöser ist Jesus Christus durch seinen Tod für alle geworden, die an ihn glauben.
Dabei war sein Sterben nicht vergleichbar mit dem Tod irgendeines anderen Menschen. Er selbst war ja das Leben in Person und zugleich der Ursprung allen Lebens. Zu sterben bedeutete für ihn unvergleichlich mehr als für uns ohnehin todgeweihte Menschen. Hinzu kam die grauenhafte Art seines Todes. Doch auch da waren nicht die Misshandlungen und die qualvolle Kreuzigung das Schwerste. Weit schlimmer für ihn war, dass er in den Stunden am Kreuz stellvertretend für uns Sünder die Strafe Gottes über die Sünde aller Menschen getragen hat. Dieser unvergleichliche Freundesdienst kommt nun allen zugute, die sich mit ihrem ganzen Leben ihm als dem besten Freund anvertrauen.

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Endlich Ich

So lautete um das Jahr 2000 der Slogan einer Bierwerbung aus Mittelhessen. Sie spiegelt noch heute das Lebensgefühl vieler Zeitgenossen wider. In unserer Kultur treten verstärkt die Eigeninteressen in den Vordergrund. Das Denken in unserer Gesellschaft hat sich vom »Wir« zum »Ich« entwickelt. Wo Familie, Staat oder Religion ihren festen Platz hatten, herrscht jetzt das »Ich«. Die Individuen überprüfen ständig ihren Zufriedenheitsgrad. Es geht darum, Unlust zu vermeiden und Lust zu steigern. Grenzüberschreitung lautet das Stichwort, um z.B. beim »Jumping« den gewissen »Kick« zu bekommen. Ecstasy und andere chemische Glücksdrogen werden für immer mehr Jugendliche zum unentbehrlichen Muntermacher. Ausnahmesituationen sollen zum Normalzustand werden. Es geht um immer mehr Genuss, immer mehr Glück, immer mehr Leidenschaft, immer mehr »Ich«. Die Formel, die unsere Kultur prägt lautet: Was bringt es mir?
Was sagt nun die Bibel dazu? 1. Du verpasst nichts, auch wenn dir manches Negative widerfährt. Gerade auf weniger erfolgreichen und spaßverheißenden Lebensabschnitten können wir Erfahrungen mit Gott machen, die unser Leben ungemein bereichern. Er verheißt jedem, der ihn liebt, dass ihm alles, was ihm widerfährt, zum Guten mitwirkt.
2. Gott führt dich trotz eigenem und fremdem Versagen zu einem guten Ziel. Manchmal verlieren wir den Durchblick und den Überblick. Er aber hat stets das Beste mit unserem Leben vor. Dies Bewusstsein befreit uns von Angst und Krampf, aus allem und jedem das Letzte herausholen zu müssen. Dann kann man gelassen sagen: »Nicht >ich<, sondern >du< machst alles richtig mit mir.«

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Die Losung für heute

Der HERR schafft Recht den Waisen und Witwen und hat Fremdlinge lieb, dass er ihnen Speise und Kleider gibt. Darum sollt ihr auch die Fremdlinge lieben.

5. Mose 10,18-19

Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt! Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet.

Matthäus 25,34.36

© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine
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