Schein und Sein

Lesen Sie bitte unten einmal die ungewöhnliche Antwort, die Jesus Christus gab. Hier sagt er, dass er sich in seinen Worten nicht von seinem Tun und Wesen unterscheidet. Hat es das schon einmal gegeben? Wir sollten die Reden, die an den Gräbern der Großen dieser Welt gehalten werden, verlassen; denn die dort gezeichneten Lebensbilder sind alle mehr oder weniger geschönt. Von einem bekannten Staatsmann las ich, dass er die letzte Zeit seines Lebens an seinem Erscheinungsbild gearbeitet habe. Natürlich hat er dabei all die Windungen und Brüche in seiner Vergangenheit herausgelassen. Aber die Geschichte ist unerbittlich. Wenige Tage nach seinem Tod kam schon ein Teil der unterschlagenen Wahrheit ans Licht, und ein Toter kann sich nicht mehr wehren, auch nichts mehr gutmachen.
Der bekannte russische Schriftsteller Fjodor M. Dostojewski schrieb in seinem Roman »Die Brüder Karamasow«: »Selbst diejenigen, die das Christentum verleugnet und angegriffen haben, folgen in ihrem Innersten immer noch dem christlichen Ideal. Denn bisher war weder ihre Scharfsinnigkeit noch der Eifer ihres Herzens in der Lage, ein höheres Ideal an Menschlichkeit und Tugend zu schaffen als das Ideal, das von alters her durch Christus gegeben ist.« Und aus dem Gefängnis schrieb er: »Ich glaube, dass es nichts gibt, was lieblicher, tiefer, sympathischer, rationaler, stärker und vollkommener ist als der Erlöser.«
Jesus Christus sagt eben nicht nur Einmaliges über sich selbst, er ist es auch! Es lohnt sich, ihn kennen zu lernen!

mehr lesen

Staunen über Gottes Schöpfung

Haben wir das heute nicht verlernt? Das Staunen über die vielfältigen Wunder in der Natur? Und doch können wir die gleichen Wunder erleben, für die unsere Väter Gott priesen und die auch den Schreiber des 19. Psalms zur Anbetung brachten. Ja, man kann wirklich nur staunen, staunen über den, auf den alle diese Wunder hinweisen, von dessen Schöpfermacht, Kreativität und Liebe alle Wunder erzählen. Zwei Beispiele können uns vielleicht Augen und Ohren für die Sprache dieser Wunder öffnen und uns näher zum Schöpfer führen. Wer hat nicht schon einmal die Ruhe in den Bergen oder am Meer genossen und die Landschaft förmlich in sich aufgesogen, um dieses wunderbare Bild nicht zu vergessen? Wer hat am Abend noch nicht die Sonne bestaunt, die da langsam in einem tiefen Rot am Horizont versinkt? Die Sonne, die am Tag hoch am Himmel so hell leuchtete, dass man sie gar nicht anschauen konnte. Die Klarheit der Sonne kann uns an den Gott erinnern, der ein unzugängliches Licht bewohnt (1. Timotheus 6,16), der so heilig ist, dass man es nicht ertragen kann, ihn anzuschauen (2. Mose 33,32), der selber Licht ist (1. Johannes 1,5). Aber die Sonne bleibt nicht hoch oben unerreichbar am Himmel, sondern berührt in ihrem Lauf die Erde. So ist es auch mit Gott. Dieser heilige Gott neigt sich nieder und kommt in Jesus Christus zu den Menschen auf die Erde. Das Rot der untergehenden Sonne erinnert uns an das Blut, das er für uns vergossen hat, als er auf diese Erde kam, um für uns zu sterben und aufzuerstehen. In dieses Licht können wir ohne Leid schauen. In diesem Licht können wir den Vater sehen (Johannes 12,44-46) und ihm nahen.

mehr lesen

Weshalb zu Jesus kommen?

Sie ließen alles stehn und liegen – wegen ihm. Reden hatten sie ihn gehört. Ihnen blieb die Spucke weg. Er drosch kein leeres Stroh. Ihre Herzen wurden leicht. Sie atmeten auf. Dazu waren sie auch noch satt geworden. Tausende. Wie? Durch ein Wunder! »Das soll nur zu gerne so weitergehen«, so dachten sie jedenfalls. Denn der Mann löst ja alle Probleme. Am nächsten Tag kamen sie wieder zu ihm. »Der ist immer für eine Überraschung gut.« Die sollten sie auch erleben. Aber anders, als sie dachten: »Ihr sucht mich, nicht weil ihr Zeichen gesehen, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und gesättigt worden seid« (Johannes 6,26). Sie kriegten den Mund nicht mehr zu. »Das ist ja unerhört. Was bildet der sich ein. Der kann uns mal.« Und schon machten sie sich auf die Socken. Doch diesmal weg von Jesus. »Das haben wir doch nicht nötig, uns von ihm anmachen zu lassen.«
Nur ein kleiner Rest bleibt zurück. »Wollt ihr etwa auch weggehen?«, fragt Jesus diese. War das nicht eher ungeschickt. Wenn die nun auch noch in diese Weg-von-Jesus-Bewegung geraten? Da meldet sich der Wortführer der kleinen zurückbleibenden Gruppe: »Herr, zu wem sollten wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt, dass du der Heilige Gottes bist.«
Gestillter Hunger, so dringend dieses Bedürfnis auch sein mag, Heilungen, so flehend sie auch erbeten werden – es geht um mehr! Es geht um die persönliche Beziehung zu Jesus. Denn nur er gibt ewiges Leben. Das ist letztlich wichtiger als mein »Brot« heute und die Erfüllung meiner Wünsche und Sehnsüchte.

mehr lesen

Fit for fun

heißt das anzustrebende Ziel, das etwa 4 Millionen Bundesbürger in Fitnesszentren, und nicht nur dort, anpeilen. Es bedeutet soviel wie: Bringe Körper, Seele und Geist in Hochform, damit du das Leben genießen kannst. Da wird gesteppt, Gewichte gestemmt, der Bizeps auf Vordermann gebracht, Rad gefahren, geschwitzt und sauniert, was das Zeug hält. Nicht dass wir uns falsch verstehen. Das ist an sich nichts Schlechtes in einer Gesellschaft, die einer Sitz-Kultur huldigt. Dafür ist unser Körper nicht gebaut. So kann man auch solche Einrichtungen dankbar in Anspruch nehmen.
Sind aber die Erwartungen mancher nicht zu hoch gesteckt? Die Freude auf den Gesichtern der dort Anwesenden hält sich sehr in Grenzen. Das positive Lebensgefühl will sich einfach nicht einstellen.
Könnte es sein, dass sich unser Überfluss unbeobachtet, heimlich, still und leise, zum Überdruss entwickelt. Da nehmen sich die zusätzlich angebotenen Yogakurse wie Hilfeschreie aus. Wie könnte es auch anders sein. Die Konzentration auf uns selbst ist noch nie die Lösung und Befreiung für unser Leben gewesen. Die alte Leier: »Ich, meiner, mir, mich« hätte noch dem ersten wirkliche Lebenserfüllung zu bringen.
Was bedeutet nun das Angebot, das uns Jesus in dem unten zitierten Wort macht? Brot ist umfassend gemeint. Es ist Grundnahrungsmittel. Und genau das will Jesus für uns sein. Konkret heißt das, er schenkt Geborgenheit, Zuversicht und Trost, auch mitten im Leid, das uns nicht erspart bleibt. Er ist auch die sichere Hoffnung auf das Leben nach dem Tod. Erst dort, in seiner Nähe, gibt es ungetrübte Freude.

mehr lesen

Kaufrausch

Sokrates (469-399 v.Chr.) befand sich mit einer Gruppe von Schülern in Piräus, der Hafenstadt von Athen. Dort sahen sie zu, wie Mengen von Waren, die die Schiffe herbeigebracht hatten, verladen und weitertransportiert wurden, um dann in der Stadt den kauflustigen Bürgern angeboten zu werden. Nachdem sie eine Weile dem lebhaften Treiben zugesehen hatten, strich sich Sokrates vergnüglich mit der Hand den langen Bart und sagte zu seinen Schülern: »Wie viele Dinge gibt es doch auf unserer Welt, die ich nicht brauche.«
Dieser Ausspruch des Sokrates zeigt eine gesunde Einstellung und verrät große Weisheit. Wird dieser Satz in unseren Tagen ausgesprochen, dann ist sein Wert noch höher zu veranschlagen; denn heute, bald 2500 Jahre nach Sokrates, ist das Angebot an Gütern und Dienstleistungen unvergleichlich reichhaltiger als zur Zeit der Griechen. Und vieles ist nicht nur teuer und unnütz, sondern auch gefährlich für Leib und Seele.
Die meisten Menschen meinen heute, möglichst viele Dinge haben zu müssen. Und so ist ihr ganzes Leben und Streben darauf ausgerichtet, viel zu verdienen und vieles anzuschaffen und sich all das zu leisten, von dem sie meinen, dass sie es brauchen. Aber das Glück und den Frieden des Herzens kann man damit nicht erwerben. Wer sich nur von den vergänglichen Dingen gefangen nehmen lässt, hat das Ziel seines Lebens verfehlt.

mehr lesen

Kategorien

Die Losung für heute

Der HERR schafft Recht den Waisen und Witwen und hat Fremdlinge lieb, dass er ihnen Speise und Kleider gibt. Darum sollt ihr auch die Fremdlinge lieben.

5. Mose 10,18-19

Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt! Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet.

Matthäus 25,34.36

© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine
Weitere Informationen finden Sie hier

Stichwort ...

Sie sind unsicher bei Begriffen aus Christentum und Kirche?
Anfragen sind ausdrücklich erwünscht!

Hier bekommen Sie Informationen zu ...

Abendmahl - Erlösung - Gebet - Konfirmation - ReformationTaufe

Predigt und Andacht

Klicken Sie hier, wenn Sie sich die Sammlung unserer bisher produzierten Internetpredigten und Andachten ansehen möchten.

Newsletter

Sie wollen über unser Gemeindeleben aus erster Hand informiert werden? Dann abonnieren Sie doch einfach unseren Newsletter - kostenlos in Ihre Mailbox!

Diese Website benötigt Javascript. Bitte schalten Sie Javascript in Ihrem Browser ein.
×