Wie wird das nächste Jahr für mich aussehen?

Genau diese Frage stellte ich mir, als ich endlich im Zug saß und wusste, dass ich das kommende Jahr im Ausland verbringen würde. Schon seit längerer Zeit hatte ich diesem Augenblick mit gemischten Gefühlen entgegengesehen. Einerseits freute ich mich auf das Jahr, andererseits hatte ich aber auch Angst davor, weil ich noch nie so lange von zu Hause weg war und mir nicht vorstellen konnte, wie es ohne meine Familie und meine Freunde sein würde. Ich hatte meine Bibel dabei, schlug sie wahllos auf, und hatte Psalm 139 vor mir. Nachdem ich ihn gelesen hatte, wusste ich, dass dies kein Zufall war. Die Zugfahrt ist mir bis heute in Erinnerung, denn ich konnte sie in der Gewissheit genießen, dass mein Herr bei mir war und alles für mich vorbereitet hatte.
Nachdem ich auch in der Ferne Glaubensgeschwister gefunden hatte, dachte ich, dies alleine sei die Vorbereitung Gottes für dieses Jahr gewesen. Aber es gab noch einen anderen Aspekt für meine Zukunft mit Gott, der mir in dieser Zeit wichtig wurde. Mir wurde klar, dass Gott bei mir war, wo immer ich auch hingehen würde, da er doch in meinem Herzen wohnte. Meine Liebe zu ihm und die Gewissheit seiner Liebe zu mir gaben mir einen Anker in meinem Leben, der mich fest hielt und mich nicht losließ.
Von der Liebe Gottes gehalten und getragen zu werden, ist das beste, was einem Menschen passieren kann. Mehr noch: Es ist die beste Versicherung für eine Zukunft, die auch dann nicht aufhört, wenn sie nach menschlichem Ermessen zu Ende ist. Es ist die Versicherung für die Ewigkeit.

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Was Liebe ausrichtet

Der bekannte Pastor Bodelschwingh konnte nach seinem ersten schweren Schlaganfall nur noch mit großer Mühe sprechen. Als er im Rollstuhl im schönen Sonnenschein herumgefahren wurde, begegnete er einem sehr schwierigen Fürsorgezögling. Am Abend dieses Tages sah man diesen Zögling still in einer Ecke sitzen. Da kam einer zum Hausvater und sagte: »Ich weiß nicht, Hausvater, der Heinrich sitzt so auffällig in der Ecke. Wahrscheinlich brütet er wieder eine neue Schandtat aus.«
Der Hausvater besuchte den jungen Mann in seinem Zimmer. »Warum bist du so still?« »Ich bin heute dem Vater Bodelschwingh begegnet, als er gerade im Rollstuhl spazieren gefahren wurde. Und als er mich sah, winkte er mich heran.« – »Was hat er denn zu dir gesagt?« fragte der Hausvater. Der Junge stockte. Dann sagte er: »Er kann nicht viel sprechen. Er hat mich gefragt, wie ich heiße. Und dann hat er mir seine Hand auf den Kopf gelegt und gesagt: >Ich segne dich im Namen Jesu.<« Das war zuviel für den Jungen. Er brach in Tränen aus. »Hausvater, ich bin in meinem Leben viel herumgestoßen worden, aber nie hat ein Mensch zu mir gesagt: >Ich segne dich im Namen Jesu.<« Bald danach verließ der Junge das Heim. Monatelang schrieb er nicht, und der Hausvater glaubte schon, er sei wieder auf die schiefe Bahn geraten. Dann kam eines Tages ein Brief: »Hausvater, Sie müssen nicht denken, ich habe gestohlen. Ich vergesse nicht, dass jemand zu mir gesagt hat: >Ich segne dich im Namen Jesu.<«

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Mit Gottes Hilfe rechnen – unsere Zukunft

Mein Großvater hatte einiges durchgemacht: Als junger Mann zog er in den Krieg, geriet in Gefangenschaft und musste nach dem Krieg ein völlig neues Leben beginnen. Als Kind habe ich viel Zeit mit ihm verbracht. Er erzählte mir oft seine Erlebnisse, von denen mir eines besonders im Gedächtnis geblieben ist: Bei einem Patrouillengang geriet einer der jungen Soldaten in ein Moor und drohte darin zu versinken. Seine Kameraden versuchten ihm zu helfen, aber auch die Stö¬cke, die sie ihm reichten, waren zu kurz – er ertrank schließlich.
In Jesaja lesen wir, dass die Hand Gottes im Gegensatz zu mancher menschlichen Anstrengung nie zu kurz ist, um zu helfen, ja sogar zu retten. Diese Aussage lässt sich nicht nur auf die Ewigkeit beziehen, auf die Tatsache also, dass der Glaube an Jesus die Rettung für die Menschen bedeutet. Vielmehr dürfen wir jeden Tag unseres Lebens damit rechnen, dass seine Hand zu uns ausgestreckt ist und dass Gott uns in unserem Leben helfen will.
Seine Hilfe kann ganz verschiedenartig sein, oft merken wir es vielleicht noch nicht einmal, wenn er es ist, der in unser Leben eingreift. Schon oft habe ich um etwas gebetet und es dann wieder vergessen. Wie beschämt war ich dann, als ich einige Zeit später feststellen musste, dass Gott mein Gebet erhört hatte, und mein Vertrauen zu ihm ziemlich klein gewesen war. Wenn wir beten, hört er uns, und kein Gebet ist ihm zu gering. Rechnen wir also mit seiner Hilfe, denn seine Hand ist immer ausgestreckt und wartet nur darauf, uns zu helfen.

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»Wir sind verdammt zum Leben!«

Dieser gequälte Aufschrei des französischen Existentialisten Jean Paul Sartre ist die Summe seines Denkens und Lebens. Er hat bis ins hohe Alter hinein über den Sinn des Lebens nachgedacht. Als ein Mann, der viel über das »Wozu« des menschlichen Daseins philosophiert hatte, konnte er dem Leben auf dieser Erde keinen höheren Stellenwert abringen.
Vielleicht quält auch Sie diese Frage schon lange: Wozu das alles? Schlafen – aufstehen – essen – arbeiten – Pflichten in Ehe, Familie und Gesellschaft – ein bisschen Vergnügungen und wieder schlafen … Wozu tue ich das nun schon seit Jahren und Jahrzehnten? Ist das alles, was ich diesem Leben abverlangen kann? Soll ich mich weiter diesen eintönigen Abläufen anpassen oder aus meinem Getto ausbrechen?
Wir Menschen können als einzige Geschöpfe über den Sinn unseres Lebens nachdenken. Wir fragen nach echter Befriedigung und suchen nach bleibenden Werten. Das ist richtig und wichtig. Wir sollten uns nicht mit vorschnellen und oberflächlichen Angeboten und Antworten zufriedengeben.
Wir sind als Menschen auf Gott hin erschaffen. Deshalb bleibt unser Herz unruhig, bis es Ruhe findet in Gott. Nur er kann den frustrierenden Kreislauf eines sinnentleerten Lebens beenden. In Gottes Augen sind wir tot, wenn wir ohne ihn leben. Doch er will uns neues Leben schenken. Durch den Glauben an den Herrn Jesus kann man dieses Leben bekommen. Dann ist man nicht zum Leben »verdammt«, sondern zum Leben befreit!

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Durchblick haben

Wer möchte das nicht – gerade in der Erziehung der Kinder! Wie oft stellen wir fest, dass wir unser Handeln doch nicht in allen Konsequenzen durchdacht haben, oder dass unser Vorbild-Verhalten als Eltern sehr zu wünschen übrig ließ. Wenn wir vor uns selber einmal ehrlich sind, so müssen wir zugeben, dass uns oft der Durchblick fehlt. In unserer Zeit mit der verwirrenden Vielfalt der Möglichkeiten an Erziehungszielen, dem übersättigenden Angebot an Unterhaltung und Zerstreuung, dem ehrgeizigen Drang nach dem Besseren an Bildung, Arbeit und Wohlstand, fällt es schwer, einen guten Kurs zu halten. Was ist wirklich gut für meine Kinder, was hilft ihnen wirklich, als selbstbewusste Menschen ins Leben zu treten? Auf welche Ratgeber höre ich? Woher nehme ich selber die Kraft, das Rechte zu tun für meine Kinder? Wie kann ich unterscheiden zwischen richtig und falsch, recht und unrecht? Die Bibel nennt diese Fähigkeit Weisheit. Damit ist aber nicht Schlauheit oder Lebenstüchtigkeit gemeint, sondern zunächst der richtige Durchblick auf Gott. Es ist die Klugheit des Kapitäns, im engen Kanal dem Lotsen das Steuer zu überlassen, die Klugheit, im Nebel dem Kompass und nicht den eigenen Augen zu trauen. Das heißt nun nicht, dass all meine Fragen beantwortet werden, wenn ich ein Stück in der Bibel lese. Weisheit beginnt da, wo ich anfange, Ehrfurcht vor dem allmächtigen Gott zu haben, so formulierte es der König Salomo. Mangelt es nicht gerade daran, dass ich so selten bereit bin, Gott zu ehren, seine Weisheit anzuerkennen? Kenne ich Gottes gute Gebote und handle doch nicht danach?

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Die Losung für heute

Er behütete sein Volk wie seinen Augapfel.

5. Mose 32,10

Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.

Römer 8,38-39

© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine
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