Warum gehen wir manchmal so verbohrt nachlässig mit einer Beziehung um, die uns eigentlich das größte Glück bringen könnte? Es ist kein Geheimnis: Abgesehen von unserer Beziehung zu Gott, gibt es keine andere Beziehung, die auch nur annähernd so lebensbestimmend ist wie die Beziehung zu unserem Ehepartner. Gerade deswegen möchte ich fragen: Wie oft geben wir dieser Beziehung die Aufmerksamkeit, die sie verdient?
Als Gott damals im Garten Eden die Ehe einsetzte, bot er uns eine gewaltige Möglichkeit an. Wenn wir sie nähren und pflegen, dann empfangen wir aus dieser Beziehung Glück, Frieden, Erfüllung und Sinn. Der tragische Umkehrschluss ist aber: Wenn diese Beziehung nicht genährt und gepflegt wird, dann kann sie Frustration, Schmerz, Kummer, Zorn und Bitterkeit bringen. Deswegen kann man sich nur wundern, warum so viele Menschen so nachlässig in einer so wichtigen Angelegenheit sind. An bestimmten Tagen im Jahr erwartet man von uns, in besonderer Weise dem Geliebten unsere Aufmerksamkeit zu zeigen. An solchen Tagen fällt es uns gewöhnlich nicht schwer, die Qualitäten herauszustellen, die eine Ehe hell erstrahlen lassen. Sollten wir das aber nicht jeden Tag machen?
Sollten wir unseren Ehepartner nicht jeden Tag lieben, ehren, erheben, mit ihm kommunizieren, ihm vergeben, ihn respektieren und die Beziehung zu ihm schützen, nähren und pflegen?
Wenn das unser Ziel ist, dann werden wir die Freude und Erfüllung finden, die Gott für unsere Ehe geplant hat und die er uns schenken möchte.
Der Feuerlöscher
Drei Gewissensfragen: Haben Sie einen Feuerlöscher? Wenn ja, wissen Sie genau, wo er steht oder hängt? Und: Wissen Sie, wie er funktioniert? Es gibt eine Menge Mitmenschen, die meinen, ohne so ein Gerät auszukommen. Dabei haben Feuerlöschgeräte schon so manches Menschenleben vor dem sicheren Tod bewahrt.
Was das alles mit dem Gewissen zu tun hat? Nun, wenn Sachwerte oder gar Menschen verbrennen, nur weil Sie im Falle eines Falles keinen Feuerlöscher zur Hand haben oder damit nicht umgehen können, wird das Ihr Gewissen doch belasten, nicht wahr? Oder sagt Ihnen Ihr Verstand: »Ist ja alles Quatsch, man hat doch Wasser im Haus.« Oder: »Die Feuerwehr ist doch immer schnell zur Stelle.« »Feuerlöscher – den kann man doch wirklich vergessen …!«
So oder ähnlich denken viele Leute. Aber nicht nur über einen Feuerlöscher, sondern ebenso über Gott! Mit dem Unterschied, dass Gott kein Brandbekämpfungsgerät ist, wozu ihn leider viele Menschen missbrauchen. In großer Not und Bedrängnis, also bei einem Großbrand, da suchen, rufen und schreien sie nach ihm. Sonst, wenn keine Gefahr droht, wollen die meisten Leute überhaupt nichts davon wissen, dass es einen Gott gibt. Oder sie lassen ihn völlig »links liegen« wie einen vergessenen Feuerlöscher.
Sie müssen Gott ernst nehmen und Jesus Christus in Ihrem Dasein einen festen Platz geben. Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Wer ihn ablehnt, geht unwiderruflich dahin, wo man dringend einen Feuerlöscher braucht, es aber weit und breit keinen mehr gibt.
Ist die Bibel wahr?
Da gibt es doch tatsächlich Leute – und ich muss bekennen dazuzugehören -, die behaupten, alles sei Wahrheit, was in der Bibel, dem Buch der Christen, steht. Ganz schön mittelalterlich, wer das heutzutage noch glaubt, oder? Viele unserer Zeitgenossen halten die Bibel über weite Strecken für ein altes Märchenbuch, für ziemlich realitätsfremd und von den Erkenntnissen der modernen Wissenschaft längst überholt. Wen wundert’s, wenn inzwischen sogar viele Theologen nicht mehr überzeugt sind, mit der Bibel Gottes Wahrheit in Händen zu halten. Bestenfalls gesteht man noch ein, dass die Bibel manche tiefen Gedanken enthält, keinesfalls lässt man jedoch ihren Anspruch gelten, in allen ihren Aussagen wahr zu sein.
Warum eigentlich? Immerhin hat uns bislang noch keine einzige archäologische Entdeckung zum Umschreiben der Bibel genötigt, sondern im Gegenteil: Gerade die Archäologie hat oft die Wahrheit der Bibel durch entsprechende Ausgrabungsfunde bestätigt. Auch stehen die gesicherten Erkenntnisse der Wissenschaft nicht im Widerspruch zur Bibel. Deshalb gibt es heute eine wachsende Zahl führender Wissenschaftler, die auf Grund ihrer Forschungen zutiefst von der Wahrheit der Bibel überzeugt sind.
Warum ist man trotzdem so negativ gegen die Bibel eingestellt? Weil man mit der Bibel auch ihren Autor, Gott, anzuerkennen hätte. Und dann müsste man sein Leben ändern, und zwar so, wie Gott sich das für uns Menschen gedacht hat. Aber das will man nicht und ist dann von solchen Theologien begeistert, die uns diese »Demütigung« ersparen.
Hohe Schule
Damit meine ich nicht die Künste der Lipizzaner in der Wiener Hofreitschule, sondern das, was uns Menschen so schwerfällt, weil wir uns so wichtig nehmen. Wir meinen, wenn wir Schwierigkeiten, Behinderungen oder Zurücksetzungen erfahren, dass wir Grund zu Missmut und Groll haben. Selbst Christen meinen oft, sie könnten doch, wenn Gott nur ein paar Brocken aus dem Weg räumte, viel mehr für ihn und seine Sache tun. Auch würde dann das Loben und Danken viel leichter fallen.
Gott fordert aber von uns, ihm tatsächlich zu glauben, dass »denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen« (Röm 8,28). Alle Dinge! Auch die unangenehmen, die unserer Selbstverwirklichung im Wege stehen.
Wer Schwierigkeiten hat, besonders solche, die er nicht verantworten muss, sollte doch einmal überlegen, ob der Gott, der seinen Sohn für unsere Rettung sterben ließ, uns wohl irgendetwas Schädliches zufügen wird. Er hat nie verlangt, dass wir alle seine Maßnahmen durchschauen sollen – wer das versucht, wird nur frustriert und unglücklich dabei – aber er will, dass wir seinen Zusagen vertrauen. »Trauen,« »treusein« und »glauben« sind in der Ursprache des Neues Testaments ein und dasselbe Wort. Wenn wir so auf ihn warten, lernen wir ihn als den kennen, der allen Mangel ausfüllt und unser Herz darüber hinaus mit der Hoffnung des ewigen Lebens tröstet. So ehren wir ihn, weil wir alles aus der eigenen Hand legen und in seine starken Hände übergeben. Das ist die Hohe Schule des Glaubens. Wer sie gelernt hat, wird auch bei rauhem Seegang sichere Schritte tun.
Totalschaden
Da ich schon immer ziemlich neugierig war und gern wissen wollte, was alles auf mich zukommt, suchte ich eines Tages eine Wahrsagerin auf. Die sah in meinen Händen und in den Karten ganz erstaunliche Dinge. Unter anderem, dass ich ein ziemlich unerschrockener, ja rücksichtsloser Autofahrer war, was ich auch kleinlaut zugeben musste. Daraufhin setzte die alte Frau ihren übrigen »Vorhersagen« die Krone auf, indem sie mir drohend einen Totalschaden innerhalb der nächsten sechs Wochen prophezeite. In einer Linkskurve würde es geschehen, wobei ich aber mit leichten Blessuren und dem Schrecken davonkäme.
In der folgenden Nacht erlitt ich den Unfall mehrfach im Traum, und am nächsten Morgen habe ich mein Auto sofort Vollkasko versichert. Sechs Wochen lang sah ich den Unfall immer wieder auf mich zukommen, besonders, wenn es in eine Linkskurve ging. Und jeden Morgen dachte ich: Heute passiert’s! Aber seither sind mehr als zwanzig unfallfreie Jahre vergangen. Gott sei Dank!
Als ich Christ wurde, habe ich Gott um Vergebung für diesen Gang zur Wahrsagerin gebeten, und er hat mir diese und alle anderen Sünden vergeben.
Der Herr, unser Gott, warnt uns sehr eindringlich davor, Hilfe und Rat bei Wahrsagern zu suchen, weil wir uns dadurch dem Teufel ausliefern. Das führt dann, wenn’s dabei bleibt, zu einem Totalschaden der Seele, der in alle Ewigkeit nicht mehr repariert bzw. rückgängig gemacht werden kann.
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