Kraft fürs Alter

Viel mehr Alte als noch vor Jahrzehnten gibt es inzwischen bei uns, und sie werden auch weit älter als früher. Die meisten sind beim Ausscheiden aus dem aktiven Arbeitsleben noch mehr als nur rüstig, sie reisen – wenn das Geld denn dazu reicht – häufig und weit, pflegen ihre Hobbys, lernen neue Sprachen, setzen sich bei sozialen Aufgaben ein. Doch mit zunehmendem Alter lassen solche Aktivitäten zwangsläufig nach, weil die Kraft nicht mehr reicht, und irgendwann sind sie dann doch darauf angewiesen, von anderen betreut oder gepflegt zu werden.
Nun spricht der heutige Psalm von Menschen, die auch noch im Greisenalter nicht vor sich hindämmern oder -jammern, sondern kraftvoll und aktiv sind. Welches Lebenselixier haben diese Leute denn eingenommen? Auch darüber informiert uns der Psalmist, wenn er im vorherigen Vers schreibt: »Die gepflanzt sind im Haus des HERRN, werden grünen in den Vorhöfen unseres Gottes« – auch noch im Greisenalter.
Es handelt sich also um Menschen, die sich unlösbar mit der Gegenwart Gottes verbunden haben, die dort verwurzelt sind, von dort ihre Lebenskraft beziehen und auch noch im Alter für Gott tätig sein können. Bei allen Gebrechen des Alters, vor denen auch sie nicht verschont bleiben, kann Gott sie dennoch als lebendige Beweise seiner Liebe und Gnade gebrauchen. Deshalb gilt es für jeden von uns, sich rechtzeitig »umpflanzen« zu lassen und ein Leben mit Gott und aus Gott zu beginnen. Denn sonst haben wir hier vergeblich gelebt und gleichen am Ende einem verdorrten Baum ohne Blätter und Früchte – ein abschreckendes Bild.

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Wolf oder Lamm?

Es ging hektisch zu in dieser Nacht. Der Fall »Jesus« sollte schnell abgehakt werden. Pilatus war durch verschiedene Umstände skeptisch geworden, aber er war kein politischer Anfänger. Also gab er dem Mob eine Chance. Sie sollten wählen: denjenigen, der Lazarus aus den Toten auferweckt hatte, oder denjenigen, durch dessen Schwert wahrscheinlich schon viele Menschen ins Grab gebracht wurden. »Ist doch klar«, sollte man meinen, »sie werden sich für Jesus entscheiden.« Aber die Leute wählten Barabbas.
Die Masse entscheidet sich immer für den Wilden, den Rebellen, den Brutalen. Sie entscheidet sich meistens für die Wölfe: die Barabbasse, die Stalins, die Hitlers dieser Welt. Sie verwerfen den Sanften, den Demütigen, den Diener – das Lamm. Was wäre geschehen, wenn wir dabei gewesen wären? Wen hätten wir gewählt?
Bestimmt sind wir davon überzeugt, dass wir uns für Jesus und nicht für Barabbas entschieden hätten. Hätten wir das aber wirklich getan? Die Stimme der Masse ist machtvoll. Nur wenige Tage vor diesem Prozess schrie die Menge: »Hosanna dem Sohn Davids! Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn! Hosanna in der Höhe!« Jetzt schrieen sie: »Kreuzige ihn, kreuzige ihn!« Der Druck der Masse kann uns durcheinander bringen, uns Furcht machen, oder uns mit fortreißen, sofern wir denn von uns aus anders hätten entscheiden wollen.
Hilf uns, Herr! Manchmal stehen auch wir in der Menge und entgegen allem besseren Wissen sind wir versucht, uns für den Wolf zu entscheiden. Hilf uns, dass wir das Lamm wählen.

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Alt werden, aber wie?

Ein alter Christ fasst seine Erfahrungen im dritten Lebensabschnitt mit folgenden Worten zusammen: »Das Altwerden habe ich mir leichter vorgestellt. Heute glaube ich, dass es das schwerste Examen ist, das Gott uns zumutet. Immer mehr müssen wir hergeben, immer mehr werden wir in die Ecke gestellt, immer mehr brauchen wir die Ärzte, immer mehr müssen wir uns helfen lassen. Und immer mehr – und das ist das schwerste – immer mehr werden wir einsam.
Eins ist auf alle Fälle sicher! Im Alter hat man Gott nötiger denn je! Wo jedoch einer mit Gott alt geworden ist und auf eine lange >Geschichte< zurückblicken kann, die er mit seinem Gott erlebt hat, wo einer gelernt hat, Tag für Tag, ja auch Nacht für Nacht mit seinem himmlischen Vater zu sprechen, da ist das Alter trotz seiner Beschwerden schon ein Vorhof des Vaterhauses. Und dann ist es nicht so schlimm, wenn durch allerlei Erschütterungen unsere im Irdischen haftenden Wurzeln sich lockern; denn jede Lockerung erleichtert das Verpflanztwerden in den Heimgarten unseres Gottes in der Ewigkeit.« Alt werden wollen alle, alt sein will keiner! Und Sie? Ein hochrangiger Politiker trat mit 60 Jahren seinen Ruhestand mit den Worten an: »Ich will mich rechtzeitig auf das Sterben vorbereiten!« Ein Leben mit Gott ist die beste Vorbereitung auf das Alter und das Sterben. Der alleinige Weg zu ihm ist Jesus Christus, der Retter der Welt. Er will jedem Menschen den Weg zum himmlischen Vaterhaus ebnen.

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Leben und Lebensqualität

Er war 55 Jahre alt. Er hatte eine hohe Manager-Position in einem großen Automobilkonzern. Er arbeitete täglich mindestens 12 Stunden. Fast jeden Tag nach der Arbeit fuhr er mindestens 30 km Rad. Er spielte Tennis. Manchen Abend verbrachte er mit Geschäftsfreunden und Arbeitskollegen bei Bier und Wein. Er war beliebt. Er war kein Kostverächter. Er war kerngesund, durchtrainiert. Doch an einem Sonntagabend passierte es: Herzinfarkt. Tot!
Am Montagmorgen waren die Kollegen tief erschüttert. Eine große Trauerstille in den vielen Büroräumen des Konzerns. Die unausgesprochene Frage: Wie konnte das geschehen? – Dann die Beerdigung. Viele, viele Menschen kamen. Am offenen Grab sollte sein Chef, der Einkaufsdirektor, eine kurze Trauerrede halten. Er zog einen Zettel aus der Jackentasche, wohl mit Notizen für die Rede. Aber kein Wort kam über seine Lippen. Er war wie gelähmt. Er schaffte es gerade noch, der Witwe die Hand zu drücken.
Manche Trauergäste schauten mich fragend an: »Du musst es doch wissen, du bist doch Christ!« Ich möchte es mit Paulus bezeugen: Mein Lebensinhalt ist Christus, d.h. er ist der Mittelpunkt meines Denkens und Handelns. Ich bin dankbar, dass ich wissen darf: Er liebt mich. Das hat er bewiesen, als er für meine Sündenschuld auf Golgatha gestorben ist. Er hat mir ewiges Leben geschenkt! Wenn ich sterbe, werde ich bei Christus sein, auch wenn mein sterblicher Leib in die Erde gebettet wird. Wer anders als Jesus Christus kann sagen: »Wer an mich glaubt, hat ewiges Leben!«?

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Die wichtigste Altersvorsorge

Wer jung ist, denkt selten daran, dass er es nicht ewig bleiben wird. Obwohl er fast täglich alte Menschen sieht, ist ihm der Gedanke ziemlich fremd, selbst einmal alt zu sein, denn fast jeder möchte alt werden, aber kaum jemand alt sein. Doch unaufhaltsam vergehen unsere Tage; und eines Tages merken wir: Unsere Kraft, unsere Beweglichkeit und unsere Gesundheit lassen nach, immer mehr Gebrechen und Leiden stellen sich ein. Dies ist zwar unausweichlich – aber soll man sich schon vorher damit belasten? Als von Gott geschaffene und vernunftbegabte Wesen können wir Menschen uns bewusst auf zu erwartende künftige Ereignisse und Zustände vorbereiten. Das gilt für Erfreuliches wie auch für Belastendes in der Zukunft. Und wer sich rechtzeitig auf Unangenehmes einstellt, kann es dann viel besser bewältigen.
Die finanzielle Vorsorge für den Lebensabend ist heute weithin selbstverständlich, betrifft aber nur einen Teilbereich des Lebens. Jetzt schon sollte ich überlegen: Wie werde ich auf unvermeidbare Alterserscheinungen reagieren? Wie kann ich mich möglichst lange körperlich und geistig beweglich erhalten? Wo kann ich bleiben, wenn ich betreut werden muss? Doch die wichtigste Altersvorge sollten wir von dem Psalmdichter lernen: Mehr als die Hilfe von Menschen brauchen wir im Alter die Hilfe Gottes! Damit wir sie dann erfahren, müssen wir in jungen Jahren durch den Glauben an Jesus Christus eine persönliche Beziehung zu Gott begründet haben und fleißig sein Wort lernen, damit wir später, wenn Augen und Gedächtnis schlechter werden, einen Schatz haben, von dem wir zehren können.

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Die Losung für heute

Er behütete sein Volk wie seinen Augapfel.

5. Mose 32,10

Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.

Römer 8,38-39

© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine
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