Wie oft habe ich diesen Ausdruck schon im Sportteil meiner Zeitung gelesen! »Mental gut drauf sein« ist heutzutage in. Besonders im Sport strebt man die positive innere Einstellung an, denn Siege werden, wie es so schön heißt, »im Kopf« erzielt. Man glaubt an sich, man ist sich seiner Sache so sicher, dass gar nichts mehr schief gehen kann.
Auch Jesus verlangt von uns eine positive innere Einstellung. Im Gegensatz zum Sportler allerdings sollen wir nicht auf uns selbst, sondern ganz auf ihn vertrauen. Furcht vor der Zukunft ist nicht angebracht, denn er ist da, er hilft uns, er rettet uns. Im Glauben sollen wir dies annehmen und uns ihm ganz anvertrauen. Allein dies ist es, was Jesus von uns verlangt, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wie sollte der, der uns von der ewigen Verdammnis retten konnte, nicht in der Lage sein, auch unsere kleinen und großen Erdennöte zu überwinden?
Dies ist leicht gesagt; wie aber ringen wir uns zu einer solchen Einstellung durch? Genau wie der Sportler auf seine Trainingsergebnisse schaut, seine vergangenen Siege, aber auch seine Niederlagen analysiert, so können auch wir Christen auf das schauen, was Jesus uns schon geschenkt hat und was er uns an Beispielen vorgibt. Im Rückblick auf unser Leben mit dem Herrn erkennen wir, was er uns Gutes getan hat. Noch viel mehr erkennen wir, wenn wir auf Jesu Leben schauen. Wir erkennen das vollkommene Leben vor Gott, das Durchhalten bis in den Tod. Diese Kraft für uns im Glauben anzunehmen, ist mehr als mentale Stärke für sportlichen Sieg, es ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.
Wer kommt an die Macht?
In jedem Land der Erde bemühen sich Leute darum, an die Macht zu kommen. In der Demokratie geschieht dies über Wahlen, in manchen Ländern auch mal mit Gewalt. Oft ändern sich mit einem politischen Machtwechsel die Verhältnisse im Land: Leute verlieren ihre Posten und andere kommen »nach oben«; eine andere Partei wechselt in die »Opposition« usw. Wer hat eigentlich das Recht, die Geschicke eines Landes zu bestimmen? Kaiser und Könige wähnten sich früher »von Gottes Gnaden«, Politiker heute stützen sich auf den »Willen des Volkes«. Man braucht eine Legitimation, wenn man Macht ausüben will und den Anspruch stellt, über ein Volk zu herrschen.
Als Jesus geboren wurde, geschah dieser prophetische Ausspruch über ihn, der auch einen »Machtwechsel« ankündigte. Jesus war der Vertreter des Herrschaftsanspruchs Gottes über diese Welt und von Gott autorisiert, diesen Herrschaftsanspruch zu verkünden. Dann aber stellte sich heraus, dass es Gott auf ganz andere Dinge ankam als es bei menschlichen Machthabern der Fall ist. Der Herr Jesus paktierte nicht mit den Mächtigen seiner Zeit, sondern wandte sich den Armen, Verachteten, Verstoßenen und dem »Abschaum« der damaligen Gesellschaft zu. Denen, die sich Hilfe suchend an ihn wandten, sprach er Vergebung der Sünden zu, veränderte durch die Kraft Gottes ihr Leben und sorgte dafür, dass die Niedrigen »nach oben« und die Selbstgerechten zu Fall kamen. Damit machte er deutlich, dass Gott Sünder annimmt, wenn sie Jesus als ihren Retter annehmen. Bis heute entscheidet sich an der Haltung zu ihm, ob man unter Gottes Regierung »aufstehen« oder »fallen« wird.
Der Wert der Alten
Nicht überall in unserer Gesellschaft werden die Alten so eingeschätzt wie im heutigen Bibelwort. Zwar kümmert man sich hier und da um sie, veranstaltet manches für Senioren, und auch die Werbebranche hat sie als Zielgruppe entdeckt. Doch gelten sie bei den Jungen vielfach als irgendwie überflüssig, als stammten aus einer vergangenen Welt mit merkwürdigen und überholten Ansichten. Aber wenn es den Jungen auch schwer fällt die Alten zu verstehen, sollten sie daran denken, dass auch sie möglicherweise einmal alt werden. Denn das Alter gehört zum Leben des Menschen genauso wie Kindheit und Jugend.
Die Bibel jedenfalls spricht mit Hochachtung von den Alten. »Vor grauem Haar sollst du aufstehen und die Person eines Greises ehren«, lesen wir dort z.B. Und der heutige Leitvers spricht den Alten wertvolle Qualitäten zu – Einsicht und Weisheit, erworben in der harten Schule des Lebens. Diese Tugenden sollten sie allerdings auch pflegen und entwickeln, und nicht hart und uneinsichtig werden.
Alte Menschen haben es jedenfalls nicht nötig, sich jugendlich oder gar kindisch zu gebärden. Aus einer in Jahrzehnten gereiften Lebenserfahrung sollten sie vielmehr den Jungen wertvolle Entscheidungshilfen in vielen Bereichen des Lebens geben können. Und die Jungen brauchen es nicht als unter ihrer Würde anzusehen, den Rat eines Alten einzuholen und ihn dann auch zu befolgen. Was anderes hätte denn das Gebot: »Ehre Vater und Mutter!« zu bedeuten?
Erfolg, und was dann?
Kann Erfolg allein einen Menschen wirklich befriedigen? Schreit Erfolg nicht immer nach neuen Erfolgen? Haben wir das Glück, das uns nach unseren Erfolgen erfüllt hat, über längere Zeit festhalten können? Ist uns nicht gerade nach Augenblicken des Erfolgs eine innere Leere bewusst geworden? Sind nicht die beruflichen Erfolge von gestern zu den Standards von heute geworden, die uns in Zugzwang bringen, immer neue Erfolgsmeldungen draufzusatteln? Ist uns nicht schon mancher Erfolg wie Sand durch die Finger gelaufen? Verlieren nicht alle Erfolge schnell an Bedeutung, wenn wir aus dem Berufsleben ausscheiden? Rückblickend sehen wir dann alles in einem anderen Licht, vielleicht auch mit etwas Wehmut und Bitterkeit. Und in welchem Licht werden uns selbst die erfolgreichsten Augenblicke unseres Lebens erscheinen, wenn wir sie aus der Distanz und dem Wertmaßstab der anderen Welt sehen, in die wir nichts aus dieser Welt hinüberretten können?
Selbst wenn uns größte Erfolge in dieser Welt gelingen würden, wenn uns alle Menschen zu Füßen lägen oder wir riesige Vermögen ansammeln könnten – nichts davon überlebt diese Welt! Daher fordert uns Jesus Christus in seiner weitblickenden Liebe auf, diese unbestreitbare Realität rechtzeitig in unsere Lebensplanung einzubeziehen. Mancher hervorragende Stratege dieses Lebens wird dort mit leeren Händen dastehen, weil der sichtbare Erfolg ihn hochmütig gemacht, gefesselt und geblendet hat! Lasst uns auf Jesus hören und in diesem Leben Reichtümer sammeln, die uns eine ganze Ewigkeit lang reich machen!
Tatendrang
Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie es war, als ich meine Arbeitsstelle angetreten habe. Ich war neugierig, wie ich mit meinem neuen Arbeitsplatz zurechtkommen würde. Aber ich brannte auch darauf, durch Taten zu beweisen, was ich konnte. Zum Nutzen anderer und meines Arbeitgebers wollte ich meine Fähigkeiten einsetzen. Natürlich versprach ich mir auch Anerkennung davon.
Zu unserem Leben gehören einfach Aktivitäten. Durch Taten stellen wir unsere Fähigkeiten unter Beweis und folgen einer Bestimmung, die wir erkannt und für uns akzeptiert haben. Jeder ist froh, wenn er eine solche Bestimmung gefunden hat.
Die Juden, die sich mit der Frage, welche Werke sie tun sollten, an Jesus wandten, brachten zum Ausdruck, was schon immer Menschen bewegt hat: Wie kann man das tun, was vor Gott Anerkennung findet? Und das ist es, was letztlich im Leben zählt, auch für uns. Sie hatten sich an den Richtigen gewandt, denn Jesus war von Gott gesandt und seine Bestimmung war es, die Werke Gottes zu wirken. Diese Bestimmung hat er erfüllt. Er machte Kranke gesund, sprach Sündern Vergebung zu, weckte Tote auf und richtete die Müden durch ein Wort des Zuspruchs auf. Und dann hat er dieses große Heilswerk ausgeführt, als er alle Schuld der Menschen auf sich nahm und den Tod dafür erduldete, und so ermöglichte, dass Menschen überhaupt zu Gott kommen können.
Anerkennung vor Gott fängt für jeden da an, wo er sich zum Glauben an den Herrn Jesus entschließt und sich an ihm orientiert; nicht bei seinem eigenen Tun, wenn dies auch noch so gut gemeint ist.
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