Haben Sie schon einmal eine Wattwanderung gemacht? Nicht dass ich Sie ängstigen will, aber die Erzählungen sind vielfach und eindringlich. Ich mache ab und zu Urlaub auf der Nordseeinsel Fanö in Dänemark. Bei Ebbe kann man zu Fuß zum Festland laufen. Auf solch einer Wanderung erzählte mir ein Freund von einem Vorfall, der sich folgendermaßen zugetragen hatte. Eine Frau mit ihrer Tochter befand sich auf solch einer Wattwanderung.
Plötzlich zog Nebel auf, der immer dichter wurde. Selbst der Leuchtturm war innerhalb kürzester Zeit nicht mehr zu sehen. Das Wasser kam wieder. Zuerst füllten sich nur die Priele, aber die Gefahr nahte unweigerlich. Die Frau und das Kind hatten keine Chance, denn sie hatten völlig die Orientierung verloren. Am nächsten Tag wurden ihre Leichen angeschwemmt.
Wer hätte den beiden Menschen in dieser Situation helfen können? Die einzige Möglichkeit wäre ein Führer mit Kompass und guter Ortskenntnis gewesen. Die Bedingung dafür, sicher ans Ziel gebracht zu werden, wäre es gewesen, diesem Führer voll und ganz zu vertrauen – ihm zu glauben.
In den entscheidenden Grundfragen unseres Lebens befinden wir uns gleichsam in solch einer Nebelwand. Es gibt genügend Situationen, wo unser Egoismus, unser Stolz, kurz unsere sündige Natur uns auf falsche Wege führt. Satan, der Herr dieser Welt, gaukelt uns Sicherheit vor, das Ende aber ist der Tod. Wir brauchen den, der von sich gesagt hat: »Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben« (Johannes 14,6).
Echte Freundschaft im Geschäftsleben?
Man kennt sie in der Natur: Symbiosen, Verbindungen zweier Pflanzen oder Tiere zum gegenseitigen Nutzen.
So hält das Flusspferd andächtig sein großes Maul offen, um einem kleinen Vogel zu genehmigen, Speisereste aus dem Gebiss zu picken. Dies bewahrt es vor Fäulnis im Zahnfleischbereich.
Ähnlich motiviert mag mancher daher auch privat Kontakt zu beruflich »nützlichem« Gegenüber suchen. So ein Tennismatch in der Mittagspause zwischen Installationsmeister und Bank-Filialleiter ist gut für die Durchblutung und stützt den Kreditrahmen des selbständigen Handwerkers – meint dieser.
Der Bankier vermutet gute Weiterempfehlung in der Handwerkerzunft.
Dann kommen in der Baubranche plötzlich konjunkturelle Wolken auf. Der Sanitärinstallateur überzieht aufgrund der guten Bekanntschaft seinen Kreditrahmen. Doch der ehemals geduldig zuhörende Bankier sagt nun am Telefon strenge Vokabeln wie etwa: »… zusätzliche Sicherheiten notwendig … Kreditkündigung droht … schließlich sind wir nur Verwalter fremder Spareinlagen …«
Aufs falsche Pferd gesetzt? Ja, denn Altbankier J.H. Abs karikierte bereits treffend: »Banken sind Läden, die bei Sonnenschein Schirme verleihen, die sie bei Regen wieder einsammeln.« Dabei bleiben wir Menschen weiterhin so kurzsichtig, Jesu Blick reicht unendlich weiter. Verlassen Sie sich drauf. Ab heute. Und Gott belohnt unseren Glauben. Weil es ihn ehrt, wenn wir auf ihn vertrauen. Und er ist es wert.
Bewusstes Unbekanntsein?
In anderen Übersetzungen beginnt der heutige Bibelvers mit „Sie wollen nichts davon wissen“. Wenn man von etwas nichts wissen will, ist einem die Sache doch eigentlich sehr wohl bekannt? Das scheint Petrus auch sagen zu wollen. Viele Menschen, die eine Wiederkunft Christi lächerlich machen, wollen es bewusst nicht wahrhaben, dass Gott schon einmal vorher mit einem Schlag in die Weltgeschichte als Richter und Erlöser eingegriffen hat, und zwar bei der Sintflut. Wenn er es einmal tat, kann er es wieder tun – und gerade von dieser Bedrohung wollen viele sich befreien.
Die Geologie, die die Erdschichten untersucht, ist solch eine Wissenschaft, die fast zwei Jahrhunderte lang nichts mehr von einer Sintflut wissen wollte. Anfang des neunzehnten Jahrhunderts wollte Charles Lyell die Sintflut aus der Geologie »entfernen«, um damit den Richter-Gott aus dem Denken zu »entfernen«. Heute hat die Geologie wieder mehr Interesse für die vielen Erscheinungen in den Erdschichten, die auf Katastrophen hinzuweisen scheinen. Das bedeutet aber noch nicht, dass man wieder an eine weltweite Katastrophe wie die Sintflut glauben will. Dafür ist ja gerade das nötig: Glaube an die Zuverlässigkeit der Bibel. Mehr noch: Glaube an den richtenden und erlösenden Gott. Das ist die Botschaft selbst der Erdschichten: Unsere Sünden sind Gott nicht gleichgültig. Er wird sie eines Tages richten – es sei denn, dass wir vorher in der »Arche« unsere Zuflucht suchen; das ist Christus.
Geiselbefreiung
Wir sind immer wieder erregt, wenn ahnungslose Menschen plötzlich in die Hände von Terroristen fallen, wenn ihr Leben mit Sprengladungen bedroht wird, wenn Geiselgangster mit ihren Mordwerkzeugen alles im Schach halten. Selbst herbeigerufene Polizisten und Soldaten scheinen machtlos zu sein. Jeder voreilige Befreiungsversuch würde das Leben der Geiseln aufs Spiel setzen. »Wer ist fähig, die wehrlosen Menschen aus der Hand der Gewalttätigen zu befreien?« werden Sicherheitsexperten gefragt. Die Bibel sagt in 1. Johannes 5,19, dass die ganze Menschheit in der Hand des Bösen liegt, weil der Mensch in seiner freien Entscheidung dem größten Terroristen, Satan, die Tür geöffnet hat. Seither ist er der grausame Gewalttäter und Beherrscher dieser Welt. Er bindet, verführt, bedroht und tötet die Menschen. Ursprünglich hatte Gott die Menschen nach seinem Vorbild geschaffen. Er wollte, dass sie ihren Lebensraum, diese wunderbare Erde, in Freiheit und ohne Zwänge gestalten und verwalten. – Nun werden sie von der Sünde gehetzt und durch Todesfurcht geängstigt und geknechtet. Wie viel Leid ist schon über diesen Erdball gegangen und wird noch über ihn hingehen?
Selbst wenn uns Satan zeitweise eine heile Welt vorgaukelt, um das ganze Elend aus unserem Bewusstsein zu verdrängen, so befinden wir uns alle von Natur aus in dieser furchtbaren Sklaverei.
Hier aber ist die erlösende Botschaft: Jesus Christus ist da, der Stärkere. Er ist dem Geiselnehmer ins Haus eingebrochen. Er hat ihn entmachtet. Sie dürfen jetzt frei sein. Treten Sie auf die Seite des Erlösers. Bei ihm sind Sie in Sicherheit.
Zum Thema »Schuld«
Der frühere New Yorker Bürgermeister La Guardia vertrat manchmal den Polizeirichter. An einem bitterkalten Wintertag führte man ihm einen abgerissenen, alten Mann vor. Er hatte ein Brot gestohlen. Der Beschuldigte gab den Diebstahl ohne weiteres zu, sagte aber, dass er das Brot nur genommen habe, weil seine Familie am Verhungern sei. Der Bürgermeister verurteilte den armen Mann zur Zahlung von zehn Dollar Strafe, denn das Gesetz erlaubte keine Ausnahme. Dann griff er in seine Tasche, gab dem Mann einen Zehndollarschein, damit er seine Strafe bezahlen konnte und freikam. Aber dann wandte er sich an die Zuhörer im Gerichtssaal mit den Worten: »Und nun verurteile ich jeden Anwesenden hier zu einer Geldbuße von fünfzig Cent, und zwar dafür, dass er ohne Skrupel in einer Stadt lebt, in der ein Mann ein Brot stehlen muss, um seine Familie vor dem Hungertod zu bewahren.« Der Gerichtsdiener musste sogleich kassieren, und der alte Mann konnte mit fast 50 Dollar in der Tasche den Gerichtsaal verlassen.
Ein salomonisches Urteil, das uns alle daran erinnert, dass wir füreinander Verantwortung tragen. Als »Verwalter der mancherlei Gnade Gottes« (1. Petrus 4,10) hat der Herr uns mit den unterschiedlichsten Gaben ausgestattet, die wir zu Gottes Ehre und zum Nutzen der Menschen, nicht nur der Gläubigen, einzubringen haben. Unser himmlischer Vater ist gütig und lässt Sonne und Regen allen Menschen zukommen. Wir sollten auch freigiebig mit allem Anvertrauten umgehen, damit die Menschen um uns her unsere »guten Werke sehen und unseren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen« (Matthäus 5,17).
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