Die Geschichte Gideons, von dem im Vers unten die Rede ist, ist schon beeindruckend: Er ist ein einfacher Mann, der nicht viel von sich hält. Selbst als ihm ein Engel des Herrn erscheint, steckt er voller Zweifel und bittet Gott um ein Zeichen, das er sogleich erhält. Auch später, als er für Gott kämpfen soll, zeigt er das gleiche Verhalten und verlangt von Gott – sogar zweimal – ein Zeichen. Wer glaubt, Gott sei dies zu viel, denkt zu gering von Gottes Barmherzigkeit. Gott hat Geduld mit Gideon, er versteht seine Zweifel und gibt ihm, was er verlangt. Erst jetzt verschwinden Gideons Ängste, und er tut, was der Herr von ihm fordert.
Diese Begebenheiten zeigen, wie sich Gott nicht zu schade ist, sich von uns Menschen um etwas bitten zu lassen. Er versteht unser zaghaftes Herz und geht auf unsere Persönlichkeit ein. Wir als Christen dürfen mit unserem Herrn über das, was uns plagt, reden. Ja noch mehr: Wenn wir uns unsicher fühlen, dürfen wir uns von ihm ein Zeichen erbitten. Ein solches Verhalten mag vielleicht unverschämt einem souveränen Gott gegenüber erscheinen. Was Gott jedoch in seinem Verhältnis zu uns auszeichnet, ist seine unglaubliche Liebe und Langmut, die sich z.B. in seiner Geduld und in seinem Verständnis ausdrückt und die ihn in seiner Souveränität nur noch mehr erhebt. Die Gewissheit dieser Liebe gibt uns die Sicherheit, die wir brauchen, um uns Ihm ohne Angst anzuvertrauen. Wir können dann mit seiner ganz persönlichen Antwort rechnen.
Wann beginnt das Leben?
Für einen Verhungernden bestimmt mit einem Stück Brot und für einen lebenslänglich Verurteilten dann, wenn sich die Gefängnistüren öffnen. Rechtlose, Unterdrückte und Ausgebeutete können erst dann durchatmen, wenn sie ihr Recht bekommen, und die Unterdrückung und Ausbeutung aufhört. Und für einen von Depressionen Geplagten kann doch ein rechtes Leben erst dann beginnen, wenn er sich wieder ungehindert freuen kann und Mut für Morgen hat.
Was aber ist, wenn wir unter dem Zorn Gottes stehen? Ist das nicht eine noch viel unerträglichere Last? Zuwenig spüren wir diese Last, manchmal aber doch, z. B. wenn wir uns unserer Schuld bewusst werden, die wir selbst und auch kein anderer von uns nehmen kann, mit der wir scheinbar allein »fertig werden« müssen. Aber kann man das überhaupt sagen, dass Menschen unter dem Zorn Gottes stehen? Der heutige Bibelvers sagt das von allen, die nicht an den Sohn Gottes glauben und ihm nicht gehorchen. Und das trifft auf eine ganze Menge zu.
Unmissverständlich und unüberhörbar sagt Gott in seinem Wort: Wer den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat das Leben nicht. Wirkliches Leben beginnt erst in der Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott. Dann habe ich Zukunft, die heute beginnt. Jesus ist gekommen, damit die harmonische Beziehung zwischen uns und Gott wiederhergestellt wird. Deshalb liegt unsere Zukunft bei Jesus und sonst nirgendwo!
Der Unternehmersohn
Ein richtiger Sonny-Boy dieser Danny Deitermann! Immer spendabel, immer humorvoll. Man könnte meinen, dass er durch besondere Begabung eine gewisse Leichtigkeit der Bewältigung seines beruflichen Alltags mitbringt. Selten hebt er im Gespräch hervor, dass er erst vor zwei Jahren das 300-Mann-Unternehmen des Vaters übernommen hat. Alles scheint zu laufen. Berufliche Auslandsreisen werden oft verbunden mit ausufernden touristischen Expeditionen.
»Beim Betriebsfest letzte Woche stellte ich fest, dass die weitaus meisten Mitarbeiter mich noch gar nicht kennen. Na ja, ich wühle ja auch nicht im ölbeschmierten Overall in der Produktion herum, wie es der Alte so gern tat«, dozierte er kürzlich.
Ich dachte seitdem darüber nach, wie er denn mit derartiger Haltung das Unternehmens-Schiff durch die derzeit schwierige Konjunktur-See steuern könne.
Kann man denn wirklich ohne ständige Mitarbeiter-Fürsorge und -Kontakte eine mittelständische Firma solcher Bedeutung führen? Kann der Hochmut der Erbengeneration so groß sein, dass er derart dumme Fehler im Umgang mit Menschen und Vermögen macht?
Gestern schaltete ich auf der Heimfahrt vom Büro wie üblich das Regionalradio ein: »Soeben erhalten wir die Meldung, das das traditionsreiche Unternehmen Deitermann-Molkereimaschinen Konkurs angemeldet hat. Dem Vernehmen nach soll die Ursache in Absatzproblemen liegen.«
Jesus – für uns gesiegt!
Alles Fragwürdige in dieser Welt, alles Notvolle, alle Gewissensbedrückung hat eine Grundursache, und das ist die Sünde. Aller Jammer fließt aus dieser Quelle. Wäre die Sünde nicht, hätten wir noch das Paradies auf Erden. Doch es kam alles anders. Die ersten Menschen ließen sich durch den Teufel zu Misstrauen und Ungehorsam gegen Gott verleiten und begingen die erste Sünde, aus der alle anderen hervorgingen.
Die Sünde ist an allem schuld: An der mühevollen Schufterei, an Leid und Tränen, an gebrochenen Herzen, an der bedrückenden Ungerechtigkeit, an der Verirrung und Verwirrung unter den Völkern, an blutigen Kriegen und schrecklichen Katastrophen. Die Sünde ist der Ursprung. Und hinter der Sünde steckt Satan. Und nun kam Jesus in diese Welt. Zwei Siege mussten errungen werden: Erlösung von der Sünde und Befreiung von Satan und all seinen Mächten. Um die Sünde zu besiegen, musste Gottes Sohn, Jesus Christus, die ganze Verantwortung für die Auswirkung der Sünde auf sich nehmen. Und Gott warf alle unsere Sünde auf ihn!
Die vier Folgen der Sünde waren: Die Schuld der Menschen; der Tod als Resultat; der Fluch Gottes, weil der Mensch die Gebote Gottes missachtet hat; der Zorn des Allerhöchsten, weil Gottes Heiligkeit Sünde nicht dulden kann. Sünde ist somit eine einzige Rebellion gegen Gott. Darum ist das Sterben Jesu am Kreuz der herrlichste Triumph, der jemals gefeiert wurde: Satan und seine ganze Finsternis sind besiegt! Wer an diesem Sieg teilhaben will, muss Jesus zum Herrn haben.
Versagen und Neuanfang
Ist es nicht seltsam, wie oft in der Bibel die größten Versager trotzdem Menschen nach Gottes Herzen sind? Da ist z.B. David, den Gott vom kleinen Schafhirten zum König beruft. Er wird zum Mörder, muss seine Schuld bekennen, und trotzdem gibt es für ihn ein Leben mit Gott auch danach. Petrus ist ebenso einer: Er verleugnet Jesus in der bittersten Stunde seines Lebens und bereut es gleich zutiefst. In der Apostelgeschichte lesen wir, wie er sich danach für die Sache seines Herrn einsetzt. Auch Paulus verfolgt die Christen zuerst mit ungeheurer Leidenschaft, genauso leidenschaftlich kämpft er aber nach seiner Bekehrung für sie. Alle drei sind Menschen, wie Gott sie sich wünscht – sie sind nicht lau, sondern setzen sich mit Eifer für eine Sache ein.
Christsein sollte man so verstehen, wie es einem diese Menschen vormachen. Sie brennen in ihren Herzen für Gott, sie setzen ihr eigenes Leben für Gott ein. Sobald sie Gott aus den Augen verlieren, machen sie schwere Fehler und sündigen. Sie werden dadurch zu Boden gedrückt wie David in Psalm 51. Aber in ihrem Ringen mit ihrer eigenen Schuld vor Gott erhalten sie die Gewissheit, dass Gottes Güte kein Ende hat, dass er ihnen verzeiht und sie ermutigt, ihren Weg weiter zu gehen. Auch Fehler im Dienst für Gott sind menschlich, und Gott weiß, dass sie oft dem passieren, der mit Eifer bei einer Sache ist. Doch so menschlich unsere Fehler sind, so göttlich ist Gottes Umgang mit ihnen, sein Verzeihen, seine Ermutigung. Dies gibt uns als Christen die notwendige Sicherheit Tag für Tag für ihn einzutreten.
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