Das Titelbild einer namhaften deutschen Wochenzeitung brachte es auf den Punkt. Im linken Bereich waren Bilder menschlichen Fortschritts und Könnens. Der rechte Bildrand konfrontierte den Betrachter mit einer Familie, die auf einem Felsen stand und mit einer brennenden Kerze die vor ihnen liegende Finsternis zu erhellen versuchte. Ein Bild der Ratlosigkeit und Orientierungslosigkeit des Menschen trotz explodierender Technologie.
Die Wirkung des Bildes liegt in seinem Gegensatz und entspricht unserem Leben. Da lassen amerikanische Wissenschaftler ein Weltraumauto über den Mars rollen. Und auf der anderen Seite scheitert oft der heldenhafteste Kampf gegen Hochwasser oder Großfeuer. Die Geschichte der letzten Jahre zeigt, dass der Mensch oft der Verlierer war. Bilder der Katastrophen in China, Mittelamerika, Afrika und Australien haben sich in uns festgebrannt. Von den Währungskrisen, der gigantischen Arbeitslosigkeit und der politischen Ratlosigkeit ganz zu schweigen.
Seien wir ehrlich: Wir sind nicht die großen Macher. Den wirklichen Problemen stehen wir allesamt und in immer stärkerem Maße ratlos gegenüber. Unser Bibelwort erinnert uns an Gott, den Allwissenden, der uns Weisheit zum Leben geben kann, der unser irdisches Leben trotz aller Bedrohung zu erhalten und unserer Seele darüber hinaus ewigen Bestand zu verleihen vermag. Er wartet darauf, dass wir uns an ihn wenden. Das bedeutet allerdings, unser Unvermögen zuzugeben, mehr noch: Wir müssen eingestehen, dass unsere selbstherrlichen Selbstrettungsversuche Sünde waren.
Wie wird man Christ?
Dadurch dass man in die Kirche geht? Genauso könnte man fragen: Wird jemand zum Auto, wenn er eine Nacht in einer Garage schläft? Ist jemand schon Christ, wenn er besonders nett ist, gute Dinge tut und sich anständig benimmt? Der englische Schriftsteller C.S. Lewis schrieb einmal, dass mit dem Wort Christ etwas ähnliches geschehen ist, wie mit dem Begriff Gentleman. »Das Wort Gentleman bezeichnete ursprünglich etwas klar Definiertes, einen Mann, der ein Wappen führte und einigen Grundbesitz hatte. Wenn man jemand einen Gentleman nannte, war das kein Kompliment, sondern die Feststellung einer Tatsache.«
Wer ist dann Christ? Ursprünglich wurde das Wort so verstanden: Ein Christ ist ein Mensch, der sich zu Jesus Christus bekennt. Er glaubt, dass Gott existiert und diese Welt geschaffen hat. Er glaubt, dass Gott vor ca. 2000 Jahren in seinem Sohn Jesus Christus Mensch geworden ist, an einem Kreuz gestorben und nach drei Tagen von den Toten auferstanden ist. Daraus, dass das Sterben Jesu Christi geschah, damit uns unsere Schuld von Gott nicht mehr trennen muss, hat er die Konsequenz gezogen: Er ist umgekehrt zu Gott und hat sein Versöhnungsangebot angenommen. Durch diesen Glauben ist er Christ geworden und hat ewiges Leben von Gott geschenkt bekommen, d.h. er wird die Ewigkeit einmal bei Gott verbringen. Aber schon jetzt und hier wird er sein Leben auf Jesus Christus ausrichten. Er wird als Christ erkennbar sein, weil er seinem Herrn, der ihn gerettet hat, ähnlich ist. Die Bezeichnung »Christ« ist mehr als ein Kompliment, sie steht für eine völlig neue Identität.
Ablösesummen – nur im Fußball?
Sieben lange Wochen habe ich auf das Ergebnis gewartet. Jetzt endlich kommt die gute Nachricht: Die Aufnahmeprüfung ist erfolgreich bestanden. Damit steht der Weiterbildungsmaßnahme nichts mehr im Wege. Mit Ausnahme einer kleinen Formalität: Der Unterschrift unter eine Erklärung, die mich fünf Jahre an das Unternehmen binden wird. Im Gegenzug übernimmt der Arbeitgeber die kompletten Lehrgangskosten und zahlt das laufende Gehalt während der Lehrgangszeit weiter. Der Personalchef lächelt mich an: »Sie wissen doch, dass die Bindung nur theoretischer Natur ist. Wenn Sie die Weiterbildung mit einem guten Ergebnis abschließen, wird Sie jedes Unternehmen durch Zahlung einer entsprechenden Ablösesumme freikaufen.«
Tatsächlich werden in der Praxis solche Ablösebeträge bezahlt, um gute Mitarbeiter aus bestehenden Verpflichtungen zu lösen und sie im eigenen Unternehmen einzusetzen. Die Sache hat nur einen Haken: Sie beruht auf dem Leistungsprinzip. Nur wenn meine Qualifikation stimmt, wird ein anderer Arbeitgeber bereit sein, eine solche Summe in mich zu investieren.
Auch der heutige Tagesvers redet von einer Ablösesumme. Es ist der Herr Jesus Christus, der sich hier als Sohn des Menschen bezeichnet. Er zeigt uns ein anderes Prinzip. Bei ihm müssen wir uns nicht erst durch Leistung qualifizieren (kein Mensch würde dieses Ziel je erreichen), sondern er tritt in Vorleistung. Als der Herr Jesus am Kreuz gestorben ist, hat er dort die Ablösesumme bezahlt, die uns aus der Bindung an Hölle, Tod und Teufel herauslöst. Dadurch sind wir nun frei, uns einem neuen Dienstherrn anzuschließen: Gott.
Der letzte Tag
Haben Sie Phantasie? Wahrscheinlich ist es ein gar nicht so angenehmer Gedanke, den Sie sich jetzt vorstellen sollen: Sie werden morgen früh wach, und jemand erklärt Ihnen, dass soeben Ihr letzter Tag auf Erden angebrochen ist. Wie würden Sie die letzten Stunden verbringen? Würden Sie vielleicht darauf bestehen, noch einmal jemanden zu sehen oder zu sprechen? Würde sich Ihr Verhalten wesentlich von dem unterscheiden, was man sonst von Ihnen gewöhnt ist?
Es hat einmal ein weiser Mensch gesagt: »Du solltest jeden Tag so leben, als wäre es der letzte, der dir bleibt, denn eines Tages wirst Du Recht haben.« Es gibt keinen Ausweg. Ob nun Ihr Leben durch einen Unfall beendet wird, durch Krankheit, durch Altersschwäche oder durch die Wiederkunft Christi, einmal kommt dieser letzte Tag.
Deswegen sollten wir auf die Dinge achthaben, die wir tun, und auf die Worte, die wir reden. Wir sollten lange aufgeschobene Dinge angehen, indem wir unsere Wertschätzung und Liebe anderen gegenüber ausdrücken, indem wir Versöhnung mit denen suchen, die uns entfremdet sind, oder indem wir einfach die frohe Botschaft dem Nachbarn weitersagen.
Vielleicht haben Sie es bisher aufgeschoben, Jesus Christus als Ihren Erlöser und Herrn in Ihr Leben aufzunehmen. Vielleicht haben Sie sich immer gedacht – später! Dieser Tag könnte aber vielleicht niemals kommen. Da nun Ihr letzter Tag auf Erden völlig unerwartet kommen kann, sollten Sie die warnenden Worte der Bibel beherzigen: »Jetzt ist die wohlangenehme Zeit, siehe, jetzt ist der Tag des Heils.«
Vorurteile am laufenden Band
»Aus der grünen Hölle des Amazonas?« Nein. Das unterhaltsame Gespräch am Esstisch klang wie ein spannender Krimi. Ich hörte jenes Gespräch als Kind. Es war von einer Wohnsiedlung die Rede, die man anscheinend keinesfalls betreten durfte. »Die sind dort alle so ungepflegt, so asozial, so muffig, und die vergammelten Wege … und scheinbar sägen die in ihren Mietshäusern das Treppengeländer ab und verheizen es .« Vorurteile am laufenden Band. Von Generation zu Generation werden Meinungen weitergegeben.
Übernehmen statt überdenken? Philippus im Nahen Osten musste ähnliches hören. Er wollte von seiner Begegnung mit Jesus Christus weitersagen, weil er in ihm den Sinn seines Lebens gefunden hatte. Und er traf auf Nathanael, einen waschechten Israeliten, der es genau nahm mit dem, worauf er sich einließ. »Was kann schon aus Nazareth Gutes kommen!« Nathanael ist misstrauisch. Aus dieser Gegend?
»Christsein ist doch langweilig … überholt … altmodisch …!« »Jesus, was bringt mir das?« Hören wir solche Beurteilungen – wie sie heute klingen könnten? Wie reagierte damals Philippus auf die »Volksmeinung«? Schwieg er einfach? Setzte er zu einer leidenschaftlichen Verteidigungsrede an? Grundsatzdiskussion? Nein, Philippus haute nicht »auf den Putz«. Er sagte nur: »Komm und sieh!«
Und wie geht das heute? Lernen Sie Jesus durch die Bibel kennen. Kommen und lesen Sie von ihm selbst, rate ich Ihnen! Nicht abhalten lassen, bitte – von keinem Vorurteil!
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