Bilden sich Christen Gott nur ein?

Das hat einmal der Religionskritiker Ludwig Feuerbach behauptet. Er sprach davon, dass Christen, weil sie schwach sind, ihre Wünsche nach Allmacht wie ein Dia in den Himmel projizieren und sich so selber einen Gott erschaffen. Karl Marx hat diese Projektionsthese dann übernommen. Sie wurde zu einer starken Waffe des Atheismus. Jedoch hat dieses Argument Mängel. Man könnte genauso sagen, dass derjenige, der sich keinen Gott wünscht, weil er weiter so leben möchte, wie er will, seinen »Nicht-Gott« in den Himmel projiziert.
Dagegen können Christen nur bezeugen, was Gott selber sagt, der alle menschlichen Projektionen seiner selbst im zweiten Gebot verbietet: »Du sollst dir kein Götterbild machen!« Das meinte damals zunächst gegossene oder geschnitzte Götzen, die in der Umwelt des Volkes Israel normal waren. Darüber hinaus gilt es auch für die Vorstellungen, die sich Menschen in ihren Gedanken von Gott machen. Alle diese Gottesbilder sind falsch. Denn der lebendige und allmächtige Gott lässt sich nicht in ein Bild pressen.
Gott verweigert den Menschen ein Bild, aber er gibt ihnen sein Wort. In diesem Wort – der Bibel – finden wir zutreffende und reichhaltige Informationen über Gott. Zutreffend und wahr deshalb, weil sie von Gott selber gegeben wurden. Bei all dem geht es Gott nicht darum, dass wir uns eine möglichst umfassende Vorstellung von ihm machen, sondern darum, dass wir ihn erleben, ihn als den lebendigen Gott ernst nehmen, ihn lieben und verehren. Wer sich so auf Gott einlässt, wird erleben, dass er Realität ist.

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Niemals Feierabend?

Eines ist mir bereits während der Ausbildung bewußt geworden: Ein Sparkassenmitarbeiter ist niemals außer Dienst! Wohin ich auch komme, jeder möchte Tips zur idealen Geldanlage oder zum billigsten Baudarlehen haben. Aber nicht nur das. Die Kunden erwarten von »ihrem« Berater auch in der Freizeit ein korrektes Benehmen. Bereits ein kleines Fehlverhalten kann hier Schaden anrichten. Ein Beispiel: Ich ärgere mich darüber, daß mir jemand bei der Fahrt zum Einkaufen die Vorfahrt nimmt. Gebe ich dem anderen durch ein unbeherrschtes, aber eindeutiges Handzeichen zu verstehen, was ich von seinen Fahrkünsten halte, kann das Auswirkungen haben. Nämlich dann, wenn sich »mein Gegner« als Kunde entpuppt, dem ich morgen wieder als Berater gegenüberstehe. Wie wird er reagieren? In vielen Fällen wird er nicht nur einen Bogen um mich machen, sondern seine Erfahrung auf die ganze Institution Sparkasse übertragen. Das Image der Sparkasse wird bei ihm Schaden nehmen – obwohl die Qualität des Angebots unverändert geblieben ist.
Bei mir ist es umgekehrt: Ich habe viele gute Erfahrungen mit meinem Arbeitgeber gemacht. Darum bin ich bemüht, solche Entwicklungen zu vermeiden – nicht nur während der Arbeitszeit, sondern auch darüber hinaus.
Doch eines ist mir noch wichtiger: Dass niemand an Gottes einzigartigem Angebot vorbeigeht, weil er einmal eine negative Erfahrung mit seinem Bodenpersonal gemacht hat. Denn mehr noch als das Image der Sparkasse beschmutze ich das Image Gottes, wenn mein Leben als Christ unglaubwürdig ist. Ich möchte heute danach streben, niemandem ein Anlaß zu sein, über Gott schlecht zu denken.

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Gottes Termine beachten

Mein Terminkalender gleicht oft einem Puzzle-Spiel. Ich suche Lücken, um den dringend fälligen Besuch noch irgendwo einzuordnen. Wir zählen Tage, stoppen Zeiten, addieren Zeitabschnitte, setzen Zeitpunkte fest und planen unser Vorhaben. Die Zeit reicht uns oft nicht, um alles unterzubringen, was wir möchten. Und viel zu wenig berücksichtigen wir, dass Gott vielleicht Zeit in unserem Leben beanspruchen will.
Unser Tagesvers spricht von der einmaligen Gelegenheit, die uns Gott bietet. Gott setzt in unserem Leben Termine, die sich nicht an kirchlichen Feiertagen oder Terminkalendern orientieren. Mit einem großen Ausrufungszeichen ruft uns Gott sein »Siehe« zu, um uns aus unserer gefährlichen Routine herauszulocken. Er will uns eine äußerst wichtige Nachricht übermitteln.
Es war ein mächtiger Einbruch in die trostlose Menschheitsgeschichte, als Gott auf den Feldern von Bethlehem den Hirten zurief: »Siehe! Ich verkündige euch große Freude. Euch ist heute der Heiland geboren, Christus, der HERR«. Nur wenige Menschen haben diesen Termin wahrgenommen. Viele ließ es kalt. Sie blieben in ihrem Trott. 33 Jahre später ließ Gott durch seinen Sohn Jesus Christus am Kreuz ausrufen: »Es ist vollbracht!« Auch da schüttelten die meisten verständnislos ihre Köpfe und zogen vorbei. Und noch heute ruft Gott durch sein Wort und seine Boten dem Menschen zu: »Lass dich versöhnen mit Gott«. Wie ist die Reaktion? »Keine Zeit, vielleicht später«, sagen viele. Aber Gottes Termine in unserem Leben können nicht wir bestimmen; und es wäre tragisch, wenn wir sie verpassen.

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Wie man eine Ehe garantiert zerstört …

Mit hochroten Köpfen sitzen sie vor uns. Gerade ist ihnen bewusst geworden, dass sie sich in unserer Gegenwart unmöglich benommen haben. Wir haben sie besucht, weil sie sagten, sie hätten Schwierigkeiten in ihrer Ehe. Kaum haben wir sie darauf angesprochen, entlädt sich zwischen ihnen eine verbale Schlammschlacht, ein wahres Feuerwerk der Emotionen. Jeder beschuldigt den anderen, bis – ja bis sie sich plötzlich unserer Gegenwart bewusst werden. Funkstille! Dann ein zögerndes »So ist das immer bei uns«. »Was habt ihr denn gerade gemacht?«, will ich wissen. »Wir haben uns gestritten.« »Davon habe ich nichts gemerkt«, antworte ich unter verwunderten Blicken. »Nun, ich will euch erklären, was das gerade war. Ihr habt sicher in eurem Haushalt eine Mikrowelle. Was macht man damit?« »Altes wieder aufwärmen«, kommt es wie aus einem Mund. »Seht, ihr habt nicht neu gestritten, sondern alten Streit wieder aufgewärmt. Sozusagen ein Streit aus der Mikrowelle. Habt ihr euch bei eurem letzten Streit nicht gegenseitig vergeben?« »Ja, aber es kommt bei der nächsten Gelegenheit wieder hoch, was der andere getan hat.«
Daran kranken viele Beziehungen. Vergeben ja – zugedeckt lassen nein. Echtes Vergeben aber bedeutet – wie der Tagesvers sagt: zudecken. Was vergeben ist, darf nicht wieder hervorgeholt und vorgehalten werden. Wieviel Zwistigkeit und Not in Ehen und Familien könnten vermieden werden, wenn wir die goldene Regel des Tagesspruchs beherzigen würden. Gott hält sich übrigens selbst an diese Regel: Wofür wir ihn um Vergebung bitten, deckt er zu und holt es nie mehr hervor! Gott sei Dank!

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Soll und Haben

Diese Frage der Bibel richtet sich an uns alle und in unsere Alltagssprache übersetzt, klingt sie dann so: Was nützt dem Menschen eine warme Stube oder ein behagliches Heim, wenn er ein kaltes, gottloses Herz hat? Was hilft ihm Arbeit, Fleiß und Sparsamkeit, wenn der Nächste auf der Strecke bleibt? Was nützt ihm Bankkonto, Auto und Urlaub, wenn der Stress ihn von innen auffrisst? Zu was dient ihm das Wirtschaftswachstum, wenn er vor Neid und Egoismus verkümmert? Was hilft ihm Ansehen, Ruhm und Reichtum, wenn er ohne Glauben und Hoffnung bleibt? Was nützt ihm eine saubere Umwelt, wenn seine Seele keinen Frieden hat? Wenn er Recht bekommt, aber für seine Schuld keine Vergebung findet, nützt es ihm nichts. Was hilft ihm eine Medizin die den Krebs besiegt, wenn seine Seele verloren geht?
So könnte man fast ohne Ende fortfahren mit unangenehmen Gewissensfragen. Mit dem anfangs zitierten Bibelwort aber ermutigt Jesus Christus uns zum Leben und möchte an unsere wahre Bestimmung erinnern und zur Einsicht und Umkehr führen. Nicht nur, dass wir mit dem Leben besser zurechtkommen und Frieden und Freude haben, sondern auch an unser Seelenheil denken. Das ist der wirkliche Gewinn. Alles andere wird sogar zum Schaden werden, wenn wir die Gabe Gottes, das ewige Leben in Christus, nicht ergreifen. Immer mehr Mitmenschen kommen immer weniger mit ihrem Leben zurecht und kaum zur Besinnung. Am Ende verlieren sie sich selbst, d. h. ihr Leben, und zwar auf ewig. Wenn wir mit Ablauf des Erdendaseins Jesus nicht angenommen haben, ist es unwiderruflich zu spät. Das wäre der denkbar größte Schaden.

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Die Losung für heute

Er behütete sein Volk wie seinen Augapfel.

5. Mose 32,10

Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.

Römer 8,38-39

© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine
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