Klingt unser heutiges Bibelwort nicht etwas deprimierend? Gibt es wirklich niemals etwas Neues auf unserer Erde? Aus unserer menschlichen Sicht gibt es natürlich ständig neue Dinge. Da werden neue Maschinen entwickelt, da gibt es Fortschritte in der Medizin, da verändert sich ständig die politische Landschaft in aller Welt, und es entstehen neue religiöse Strömungen. Also doch immer etwas Neues? Es gibt aber noch eine andere Sichtweise: Wie sieht Gott die Welt? Er sah Adam, um dessenwillen die Erde Dornen und Disteln trug. Er sah Kain, der seinen Bruder erschlug, vor Gott floh und eine Stadt baute. Er sah Nimrod, der das erste Reich gründete und nicht nur ein Unterdrücker fremder Menschen wurde, sondern auch das Recht und die Ehre der Frau als erster mit Füßen trat. Nichts hat sich seither geändert. Für alle angeführten Beispiele können wir durch die ganze Menschheitsgeschichte tausendfache Belege finden, bis zum heutigen Tag.
Auch die New Age-Bewegung, um nur einen Aspekt einmal herauszugreifen, hat eigentlich einen falschen Namen. New Age müsste All-the- Time-Age heißen. New Age bietet überhaupt nichts Neues! Schon im Alten Testament in 5. Mose 18 werden die Praktiken des New Age beschrieben. Dort werden unter anderem genannt: Beschwörung, Wahrsagerei, Zauberei, Zeichendeuterei, Totenbefragung u.v.m.
Wer wirklich etwas Neues erleben möchte, muss und kann sich an den wenden, der von sich sagt: »Ich mache alles neu!« Nur der, der Himmel und Erde gemacht hat, hat auch die Kraft und die Autorität, etwas Neues zu schaffen. Gemeint ist Jesus Christus – er gibt uns neues Leben!
Wieder ganz machen?
Mit ernstem Gesicht und großen Augen steht mein vierjähriger Sohn vor mir: »Komm, Papa, mein Kettcar ist kaputt. Kannst du es wieder ganz machen?« Seine Frage ist keine echte Frage, sondern eine Höflichkeitsformel. Denn sein Gesichtsausdruck lässt keinen Zweifel daran, dass er mir die Reparatur zutraut. Nichts Wichtigeres gibt es jetzt für den kleinen Kerl auf der weiten Welt, als dass sein Rennauto wieder in Ordnung kommt, sofort und vollständig.
Mich hat es manchmal erstaunt, welches nahezu unbegrenzte Vertrauen meine Kinder in jungen Jahren in meine Fähigkeit setzten, ihre Sachen zu reparieren. Mit zunehmendem Alter dämmerte ihnen allerdings, dass meine technische Befähigung ziemlich begrenzt ist. Öfter hörte ich die Äußerung: »Papa, das ist Schrott! Können wir was Neues kaufen?« Ich verstehe jetzt immer besser, was der Herr meint, wenn er sagt: »Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder …«. Je erwachsener, je emanzipierter wir uns Gott gegenüber vorkommen, um so weniger trauen wir ihm zu, weil wir selbst eine so große Meinung von uns haben.
In Wahrheit aber ist Gott ein Meister darin, das in uns Zerstörte zu heilen und zu erneuern. Er hat nicht nur die Fähigkeit, sondern auch den leidenschaftlichen Willen dazu. Der oben genannte und die zwei dann folgenden Verse zeigen, dass der dreieinige Gott dieses Projekt zur Chefsache macht: Unser Heiland-Gott errettete uns. Er tat dies durch die Erneuerung des Heiligen Geistes. Diesen hat er reichlich über uns ausgegossen durch Jesus Christus, unseren Heiland. Nicht enttäuscht wird, wer sein Vertrauen in diesen Wieder-ganz-Macher setzt.
Du bist wertvoll!
Der Religionslehrer hatte den Kindern erklärt, dass Gott der Schöpfer ist. Auf seine Frage, was denn wir Menschen seien, antwortete ein kleiner Junge: »Wir Menschen sind die Erschöpften.« Irgendwie hatte der Kleine aus seiner Beobachtung dieses Bild des Menschen vor Augen.
Die Leistungsgesellschaft stellt die Rahmenbedingungen für uns. Sie gaukelt uns vor, der Wert unseres Menschseins liege in den irdischen Werten, die wir erwerben können; und viele fallen darauf herein. Ganze Familien rackern sich ab und kommen an die Grenzen physischer und psychischer Belastbarkeit. Und wie viele meinen, durch Kreditaufnahme schneller zum Ziel zu kommen. Manches auf Pump gebaute Kartenhaus ist schon zusammengebrochen. Kinder und Jugendliche müssen sich in Kindergarten und Schule um das Fortkommen bemühen. Schon früh dreht sich alles um den Wunsch, anerkannt zu werden. Unser Nachwuchs wetteifert mit Markenkleidung und modernstem »Outfit«. Man braucht nicht nur seine Intelligenz, sondern auch Muskelkraft und Rücksichtslosigkeit, um sich einen guten Platz zu erobern. Schwache bleiben auf der Strecke.
Möchten Sie nicht gerne zur Ruhe kommen? Wertgeachtet werden, ohne ständig darum ringen zu müssen? Möchten Sie jemanden haben, der Sie auch schätzt, wenn Sie versagen? Warum vertrauen Sie nicht der Zusage Gottes in Jesaja, Kapitel 43, Vers 4, wo er uns seine Wertschätzung und Liebe versichert, wenn wir uns an ihn halten. Und Gott hat diese Zusage mit einer sichtbaren Tat verbunden. Am Kreuz sehen wir, wie wertvoll wir ihm sind.
An Jesus führt kein Weg vorbei
»Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein gewaltiger Sprung für die Menschheit.« Am 21.07.1969 setzt Neil Armstrong als erster Mensch seinen Fuß auf die Oberfläche des Mondes. Es ist nur ein kurzes Gastspiel. 12 Stunden nach der Landung ihrer Sonde, der »Eagle«, bereiten sich Armstrong und sein Kollege Edwin Aldrin auf den kritischen Start von der Mondoberfläche vor. Auf einer Umlaufbahn des Erdtrabanten kreist das Mutterschiff »Columbia«. Der Astronaut Michael Collins ist dort bereit, Armstrong und Aldrin wieder aufzunehmen. Wenn der Motor der »Eagle« nicht zündet, wird es für die beiden Pioniere kein Zurück zur Erde geben. Die Sonde ist ihre einzige Möglichkeit, dem sicheren Tod zu entrinnen! Doch ihr Vertrauen in die Zuverlässigkeit der »Eagle« ist berechtigt: Nach gelungenem Start und Andocken an die »Columbia« kehren die drei Astronauten nach 60 Stunden Flug wohlbehalten zur Erde zurück.
So wie die »Eagle« die einzige Verbindung zwischen Mond und »Columbia« war, ist Jesus Christus die einzige Brücke zwischen Gott und Mensch: »Denn einer ist Gott, und einer Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus« (1. Timotheus 2,5). An Jesus führt kein Weg vorbei. Nur er hat die Kluft zwischen dem heiligen Gott und uns sündigen Menschen überwunden: »Denn es gefiel der ganzen Fülle (Gottes), in ihm zu wohnen und durch ihn alles mit sich zu versöhnen – indem er Frieden gemacht hat durch das Blut seines Kreuzes« (Kolosser 1,19-20). Wenn wir zu Gott kommen wollen, müssen wir unser Vertrauen auf Jesus Christus setzen.
Entscheidungen!
Entscheidungen prägen unseren Alltag. Sie sind Inhalt unseres Lebens. Es gibt große und elementare Entscheidungen wie Partner- und Berufswahl. Entscheidungen, bei denen lange nachgedacht und geplant werden muss. Aber es gibt auch Entscheidungen, die spontan getroffen werden müssen, weil eine wichtige Komponente fehlt -die Zeit. Gerade im täglichen Straßenverkehr gibt es Situationen, da ist eine prompte Entscheidung nötig. Und diese Entscheidung kann folgenschwer sein. Aber die meisten Entscheidungen in unserem Leben haben untergeordnete Bedeutung oder fallen einfach in die Rubrik Routine. Trotzdem sind es Entscheidungen. Entscheidungen entspringen immer einem Willensentschluss, auch wenn uns das nicht immer bewusst ist. Das gilt nicht nur im täglichen Leben, sondern auch in der Frage des Glaubens. Und das ist unser Problem.
Auch die Bibel spricht klar und deutlich von der persönlichen Entscheidung für oder gegen das Versöhnungsangebot Gottes in Jesus Christus. Gott schuf den Menschen nicht als willenlosen Roboter. Es ist ein Ausdruck der Persönlichkeit und Würde des Menschen, dass Gott uns als entscheidungsfähige Wesen geschaffen hat. Aber genau an diesem Punkt liegt auch unsere gewaltige Verantwortung. Gott beschenkt uns in der Person seines Sohnes mit seiner ganzen Liebe und Vergebungsbereitschaft. Es liegt jetzt an uns, dieses Angebot Gottes perönlich anzunehmen. »So viele ihn (Jesus Christus) aber aufnahmen, denen gab er das Recht Kinder Gottes zu werden« (Johannes 1,12).
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