Immer der Sonne entgegen?

von Hanno Bolte | 3. Februar 2026 | Newsletter-Impuls

Als Adam das Paradies verlassen musste, zog er ostwärts. Sein Sohn Kain rannte in die gleiche Richtung, nachdem er seinen Bruder erschlagen hatte. Beide wollten nach ihrem Versagen einem neuen Anfang, einem »neuen Morgen«, dem Beginn eines besseren Zeitalters entgegengehen. Seither versuchen alle Menschen für eine bessere Zukunft zu arbeiten, oder zumindest von ihr zu träumen. Ohne Gott im Blick zu haben – dem hat man ja den Rücken zugekehrt – mag das auch sinnvoll erscheinen, weil die augenblickliche Lage der meisten Menschen überaus verbesserungsbedürftig ist. Man hofft auf »Fortschritt« und weiß nicht, dass dieser Weg nur ein stetiges Fortschreiten von der Quelle wahren Lebens in immer tiefere Finsternis ist. Heute wissen wir, dass kein Jahrhundert barbarischer war als das jetzt zu Ende gehende; aber immer noch stürmen die Leute vorwärts in die Gottesferne!

Um ein anderes Bild zu gebrauchen: Die Menschen drängen sich in einen immer enger werdenden Tunnel, weil sie am Ende ein Licht sehen, und wissen nicht, dass es die Flammen des Infernos sind. Gott aber hat die Welt so geliebt, dass Er sogar seinen Sohn für ihre Erlösung am Kreuz hat sterben lassen. Jeder, der umkehrt, der umdenkt, kann wie der verlorene Sohn in Lukas 15 in Gottes offene Arme laufen. Darum stand auch in Gottes Heiligtum im Alten Testament, in der Stiftshütte wie auch im Tempel, das Tor nach Osten hin für die Heimkehrenden sperrangelweit offen. Und jeder, der eintrat, sah auf dem Brandopferaltar das für die Sünden des Volkes dargebrachte Opferlamm, aufgrund dessen Gott dem reumütigen Sünder vergeben konnte.

Hermann Grabe

Kehrt um, Söhne Israel, zu dem,
von dem ihr so tief abgefallen seid!

Jesaja 31,6

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Die Losung für heute

Er behütete sein Volk wie seinen Augapfel.

5. Mose 32,10

Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.

Römer 8,38-39

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